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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog</title>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/</link>
<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
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<title>Taiwan: Erste &quot;Resilienzübung&quot; mit gedrosseltem Mobilfunk</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Am 13. August fand in Nordtaiwan die urbane &quot;Resilienzübung&quot; statt. Seit vergangenem Jahr werden die jährlichen Luftschutzübungen und Zivilschutzübungen unter diesem Begriff kombiniert. In diesem Jahr wurde erstmals im Rahmen der Resilienzübung in Mitteltaiwan und Nordtaiwan auch die Datenraten in den Mobilfunknetzen gedrosselt. Die Übungen sind Teil der Hankuang-Militärübung, die in diesem Jahr vom 5. bis 14. August stattfand. Warum wurde die Drosselung der Geschwindigkeit des Mobilfunks mit in diese Übungen einbezogen? Radio Taiwan International <a href="https://www.rti.org.tw/de/program?uid=4&amp;pid=324">sprach darüber mit Tzeng Yisuo</a>, Forscher an der Abteilung für Cybersicherheit und Entscheidungsimulation am Forschungsinstitut für Landesverteidigung und Sicherheit.</p>
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<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 21:42:10 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
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<title>110 Jahre alter Funkmast wird saniert</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der älteste noch erhaltene Antennenträger Deutschlands wird denkmalgerecht saniert. Der 210 Meter hohe Sendemast in Königs Wusterhausen ist 110 Jahre alt, die letzte Sanierung liegt ein halbes Jahrhundert zurück. <a href="https://www.maz-online.de/lokales/dahme-spreewald/koenigs-wusterhausen/kw-110-jahre-alter-sendemast-auf-funkerberg-wird-endlich-gerettet-nach-vier-absagen-I2QJZVHVGNGK7FPPKENR5B5XZU.html?outputType=valid_amp">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 21:23:27 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Der Untergang des Hauses Gigaherz: &quot;Leser&quot; ist zurück (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Frau Buchs berichtet aber mit einem Nachtrag in ihrem Post, die Person hinter &quot;Leser&quot; habe aus &quot;gesundheitlichen Gründen&quot; aufgehört.</p>
</blockquote><p>Ach da schau her: &quot;Leser&quot; ist wieder im Gigaherz-Forum <a href="https://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=88039#p88039">aufgetaucht</a>. Und diesmal sogar als registrierter Teilnehmer! Wir sind amused <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/yes.gif" alt=":yes:" />. Die Wiederauferstehung von &quot;Leser&quot; kann allerdings alles und nichts bedeuten. Der einzige Unterschied zum ursprünglich unregistrierten &quot;Leser&quot; ist, dass wegen der Registrierung jetzt auch &quot;Leser&quot; drin ist, wo &quot;Leser&quot; draufsteht. Unklar bleibt, ob der neue &quot;Leser&quot; mit dem alten identisch ist, ob sich ein Präsident oder Ex-Präsident des Vereins das Pseudonym geangelt hat oder ob Frau Buchs künftig Selbstgespräche mit &quot;Leser&quot; führt wie einst die umtriebige Evi Gaigg. Die richtige Lösung muss niemand wissen. Weil&#039;s wurscht ist.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 20:35:09 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Masterarbeit: 5G und die &quot;epistemische Ungerechtigkeit&quot; (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>&quot;Hirschi untersucht, ob das Gegenwissen der Mobilfunkgegner gesellschaftlich marginalisiert wird. Sie interpretiert diese Marginalisierung als mögliche &#039;epistemic injustice&#039;. Die Arbeit untersucht jedoch nicht systematisch, ob die betreffenden Gegenwissensbestände tatsächlich belastbar sind. Damit bleibt eine zentrale Gegenfrage offen: Werden die Aktivisten zu Unrecht nicht ernst genommen – oder ist ihre geringere Glaubwürdigkeit zumindest teilweise die Folge der Qualität ihrer Behauptungen?&quot;</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Diese Formulierung würde ich inzwischen für wesentlich belastbarer halten als meine ursprüngliche Darstellung.</p>
</blockquote><p>Ja, damit kann auch ich gut leben. Die 19 Mobilfunkgegner, die Hirschi befragt hat, gaben sich ihr gegenüber anscheinend lammfromm als die bedauernswerte marginalisierte Gruppe.</p>
<p>Dabei ist es nicht allein die fachliche Inkompetenz, die das &quot;Wissen&quot; dieser Gruppe weitgehend entbehrlich macht, sondern auch deren Sozialverhalten. Weil diese Behauptung zu abstrakt ist, um von Zaungästen verstanden zu werden, <a href="https://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?f=2&amp;t=29907&amp;p=51455#p51455">hier ein konkretes Beispiel</a> für den Umgangston, den Szenevertreter im Gigaherz-Forum noch 2010 an den Tag legten (wem das nicht genügt, bitte <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=41664">hier entlang</a>).</p>
<p>Ungehemmtes Pöbeln gepaart mit ausgeprägtem Nichtwissen sind mMn Garanten dafür, das Wissen dieser Gruppe völlig zu Recht von A bis Z zu marginalisieren, wobei ich anerkenne, dass seltene Ausnahmen diese Regel bestätigen.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 09:32:13 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Masterarbeit: 5G und die &quot;epistemische Ungerechtigkeit&quot; (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Ihre theoretische Position geht vielmehr davon aus, dass auch untergeordnete oder marginalisierte Wissensformen als relevantes Wissen berücksichtigt werden müssen. Das folgt aus der von ihr verwendeten &quot;feminist standpoint epistemology&quot;. Dort wird gerade die Perspektive gesellschaftlich marginalisierter Gruppen als potenziell erkenntnisrelevant betrachtet.</p>
<p>Das bedeutet aber nicht: &quot;Was die Aktivisten behaupten, ist deshalb wahr.&quot;</p>
<p>Es bedeutet eher: &quot;Ihre Perspektive darf nicht schon deshalb als unglaubwürdig verworfen werden, weil sie von einer marginalisierten Gruppe stammt.&quot;</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Moment mal, das widerspricht jetzt aber meinem Erleben mit Mobilfunkgegnern diametral. Prüfe noch einmal Hirschi, ob diese Interpretation von dir wirklich zutreffend ist.</p>
</blockquote><p>Ja. Ich habe Hirschis Text jetzt noch einmal gezielt an den entscheidenden Stellen geprüft. Meine frühere Formulierung war zu pauschal und hat Hirschis Position etwas zu wohlwollend rekonstruiert.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Was Hirschi tatsächlich vertritt</span></p>
<p>Ihre theoretische Grundlage ist die &quot;feminist standpoint epistemology&quot;. Dort geht sie ausdrücklich davon aus, dass untergeordnete bzw. marginalisierte Wissenspositionen als gültiges Forschungswissen einbezogen werden können bzw. sollen. Sie schreibt, die Standpunkttheorie rechtfertige die Einbeziehung &quot;subjugated knowledges contesting the status quo as valid research knowledge&quot;. </p>
<p>Das ist mehr als nur die Aussage:</p>
<blockquote><p>&quot;Man sollte Menschen nicht allein wegen ihrer Gruppenzugehörigkeit für unglaubwürdig halten.&quot;</p>
</blockquote><p>Hirschi verwendet vielmehr einen theoretischen Ansatz, der marginalisierten Wissenspositionen einen besonderen erkenntnistheoretischen Stellenwert einräumt.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Und genau das überträgt sie auf die &quot;Stop 5G&quot;-Aktivisten</span></p>
<p>In ihrer Ergebnisdiskussion schreibt sie, Staat und Industrie verwendeten &quot;expert authority&quot; und würden Gegenwissen marginalisieren. Die Aktivisten wiederum würden mit &quot;counter-knowledges&quot; das etablierte Expertenwissen herausfordern. Diese Marginalisierung interpretiert sie ausdrücklich im Sinne von Frickers &quot;epistemic injustice&quot;. </p>
<p>Besonders deutlich wird das hier:</p>
<blockquote><p>&quot;The marginalization of counter-knowledges by IP echoes Fricker’s [...] concept of &#039;epistemic injustice&#039;&quot;</p>
</blockquote><p>Hirschi verbindet das mit &quot;systematic testimonial injustice&quot;: Negative Stereotype über eine bestimmte Gruppe könnten dazu führen, dass deren Mitglieder als Wissensquellen nicht ernst genommen werden. </p>
<p>Das ist also tatsächlich ihre Interpretation.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Aber jetzt kommt der entscheidende Vorbehalt</span></p>
<p>Hirschi hat selbst keine belastbare Prüfung vorgenommen, ob das vermeintlich marginalisierte Gegenwissen sachlich zuverlässig ist.</p>
<p>Und bemerkenswerterweise erkennt sie dieses Problem selbst.</p>
<p>Unmittelbar nach ihrer These über die Stereotypisierung schreibt sie, die Daten könnten auch auf eine &quot;genuine issue of activist susceptibility to misinformation and/or fearmongering&quot; hindeuten. Als alternative Erklärung nennt sie, dass einige extreme Verhaltensweisen zur Stereotypisierung aller &quot;Stop 5G&quot;-Aktivisten geführt haben könnten. </p>
<p>Das ist für die Bewertung der Arbeit zentral.</p>
<p>Sie hat also zwei mögliche Erklärungen:</p>
<p>1. Die Aktivisten werden aufgrund eines Gruppenstereotyps ungerechtfertigt als unglaubwürdig behandelt.<br />
2. Die Bewegung weist tatsächlich eine Anfälligkeit für Desinformation und Angstmache auf, die ihre geringere Glaubwürdigkeit teilweise erklären könnte.</p>
<p>Ihre Untersuchung kann zwischen diesen beiden Erklärungen nicht entscheiden.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Damit war meine frühere Formulierung tatsächlich zu stark</span></p>
<p>Ich hatte geschrieben:</p>
<blockquote><p>&quot;Ihre Perspektive darf nicht schon deshalb als unglaubwürdig verworfen werden, weil sie von einer marginalisierten Gruppe stammt.&quot;</p>
</blockquote><p>Das ist als allgemeine Rekonstruktion der erkenntnistheoretischen Idee nicht völlig falsch. Aber ich hätte es nicht so formulieren dürfen, als sei das die nachgewiesene Aussage von Hirschis empirischer Untersuchung.</p>
<p>Quellentreuer wäre:</p>
<blockquote><p>Hirschi geht theoretisch davon aus, dass auch marginalisierte &quot;counter-knowledges&quot; als relevantes Wissen berücksichtigt werden müssen. In ihrer Analyse interpretiert sie die geringere gesellschaftliche Anerkennung des von &quot;Stop 5G&quot;-Aktivisten vorgebrachten Gegenwissens als mögliche &quot;epistemic injustice&quot;. Ob diese geringere Anerkennung tatsächlich ungerechtfertigt ist oder teilweise durch die Qualität und Fehlerhaftigkeit der aktivistischen Behauptungen begründet sein könnte, untersucht die Arbeit jedoch nicht. Und das ist aus meiner Sicht die entscheidende Schwachstelle ihrer Argumentation.</p>
</blockquote><p>Denn Hirschi zeigt, dass die Aktivisten behaupten, über Gegenwissen zu verfügen. Sie zeigt auch, dass sie teilweise als unglaubwürdig oder &quot;Verschwörungstheoretiker&quot; bezeichnet werden. Sie zeigt aber nicht, dass diese negative Einschätzung epistemisch ungerechtfertigt ist.</p>
<p>Das ist ein erheblicher Unterschied.</p>
<p>Gerade angesichts der langjährigen Dokumentation nachweislich falscher Mobilfunkbehauptungen durch das IZgMF-Forum wäre daher für unser Posting eine sehr präzise Formulierung angebracht:</p>
<blockquote><p>&quot;Hirschi untersucht, ob das Gegenwissen der Mobilfunkgegner gesellschaftlich marginalisiert wird. Sie interpretiert diese Marginalisierung als mögliche &#039;epistemic injustice&#039;. Die Arbeit untersucht jedoch nicht systematisch, ob die betreffenden Gegenwissensbestände tatsächlich belastbar sind. Damit bleibt eine zentrale Gegenfrage offen: Werden die Aktivisten zu Unrecht nicht ernst genommen – oder ist ihre geringere Glaubwürdigkeit zumindest teilweise die Folge der Qualität ihrer Behauptungen?&quot;</p>
</blockquote><p>Diese Formulierung würde ich inzwischen für wesentlich belastbarer halten als meine ursprüngliche Darstellung.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75873</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75873</guid>
<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 08:57:38 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Masterarbeit: 5G und die &quot;epistemische Ungerechtigkeit&quot; (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ihre theoretische Position geht vielmehr davon aus, dass auch untergeordnete oder marginalisierte Wissensformen als relevantes Wissen berücksichtigt werden müssen. Das folgt aus der von ihr verwendeten &quot;feminist standpoint epistemology&quot;. Dort wird gerade die Perspektive gesellschaftlich marginalisierter Gruppen als potenziell erkenntnisrelevant betrachtet.</p>
<p>Das bedeutet aber nicht: &quot;Was die Aktivisten behaupten, ist deshalb wahr.&quot;</p>
<p>Es bedeutet eher: &quot;Ihre Perspektive darf nicht schon deshalb als unglaubwürdig verworfen werden, weil sie von einer marginalisierten Gruppe stammt.&quot;</p>
</blockquote><p>Moment mal, das widerspricht jetzt aber meinem Erleben mit Mobilfunkgegnern diametral. Prüfe noch einmal Hirschi, ob diese Interpretation von dir wirklich zutreffend ist.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75872</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75872</guid>
<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 08:45:46 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Masterarbeit: 5G und die &quot;epistemische Ungerechtigkeit&quot; (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Es geht um Macht, politische Beteiligung, Diskurse und die Frage, wessen Wissen im Streit um 5G als legitim gilt.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Das habe ich gern, erst neugierig machen und sich dann vom Acker machen. Wessen Wissen im Streit um 5G gilt denn nun aus Hirschis Sicht als legitim?</p>
</blockquote><p>Genau hier muss man bei Hirschi etwas genauer hinsehen. Sie sagt nicht einfach: &quot;Das Wissen der Mobilfunkgegner ist legitim und das Wissen von Staat und Industrie ist illegitim.&quot; Ihre These ist subtiler.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Was Hirschi tatsächlich behauptet</span></p>
<p>Ihre Ausgangsfrage lautet &quot;Whose knowledge counts?&quot; – also sinngemäß: Wessen Wissen wird im gesellschaftlichen Diskurs als glaubwürdig und relevant anerkannt?</p>
<p>Ihre Analyse kommt zu folgendem Ergebnis:</p>
<p>► Staat und Industrie verfügen über eine institutionell privilegierte Position als &quot;knowledge-holders&quot;. Ihre wissenschaftlich begründeten Aussagen zu 5G erhalten dadurch besonderes Gewicht.<br />
► Nach Hirschis Interpretation werden dabei abweichende bzw. aktivistische Gegenpositionen (&quot;counter-knowledges&quot;) marginalisiert oder diskreditiert.<br />
► Die &quot;Stop 5G&quot;-Aktivisten versuchen deshalb, ihre eigenen Gegenwissensbestände überhaupt erst als legitim anerkennungsfähig zu machen.</p>
<p>Entscheidend ist die Formulierung in ihrer Schlussfolgerung: Die Aktivisten müssten &quot;refused counter-knowledges&quot; legitimieren, um Unterstützung zu mobilisieren.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Aber: Hirschi erklärt Aktivistenwissen nicht pauschal für wissenschaftlich richtig</span></p>
<p>Das ist für unser Posting ein wichtiger Unterschied.</p>
<p>Ihre theoretische Position geht vielmehr davon aus, dass auch untergeordnete oder marginalisierte Wissensformen als relevantes Wissen berücksichtigt werden müssen. Das folgt aus der von ihr verwendeten &quot;feminist standpoint epistemology&quot;. Dort wird gerade die Perspektive gesellschaftlich marginalisierter Gruppen als potenziell erkenntnisrelevant betrachtet.</p>
<p>Das bedeutet aber nicht: &quot;Was die Aktivisten behaupten, ist deshalb wahr.&quot;</p>
<p>Es bedeutet eher: &quot;Ihre Perspektive darf nicht schon deshalb als unglaubwürdig verworfen werden, weil sie von einer marginalisierten Gruppe stammt.&quot;</p>
<p>Und genau an dieser Stelle wird die Dissertation wissenschaftstheoretisch interessant – und zugleich angreifbar.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Denn Hirschi findet selbst ein Problem</span></p>
<p>Sie stellt ausdrücklich fest, dass die &quot;Stop 5G&quot;-Bewegung mit unwissenschaftlichen Covid-19-Verschwörungstheorien in Verbindung gebracht wurde und dass dies die Glaubwürdigkeit der Bewegung beeinträchtigen könne. Im weiteren Verlauf diskutiert sie sogar die Möglichkeit, dass es bei Aktivisten tatsächlich eine Anfälligkeit für Fehlinformationen oder Angstmache geben könnte.</p>
<p>Das ist bemerkenswert, weil die Arbeit damit selbst nicht einfach zwischen &quot;unterdrücktem richtigem Wissen&quot; und &quot;dominantem falschem Wissen&quot; unterscheidet.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Für unser Posting würde ich deshalb präzisieren</span></p>
<p>Statt zu schreiben: &quot;Hirschi meint, das Wissen der Mobilfunkgegner werde nicht als legitim anerkannt.&quot;</p>
<p>wäre quellentreuer: &quot;Hirschi untersucht, warum das von &#039;Stop 5G&#039;-Aktivisten vorgebrachte Gegenwissen gegenüber dem institutionell etablierten Expertenwissen von Staat und Industrie eine geringere gesellschaftliche Anerkennung erfährt. Sie interpretiert dies als mögliche &#039;epistemic injustice&#039;.&quot;</p>
<p>Und noch wichtiger:</p>
<p>Die Dissertation untersucht die gesellschaftliche Anerkennung von Wissen – sie entscheidet nicht, welches der konkurrierenden Sachwissensbestände über 5G tatsächlich wissenschaftlich richtig ist. Das sollten wir im Posting sehr deutlich machen. Sonst würden wir Hirschis eigene diskursanalytische These versehentlich in eine wissenschaftliche Aussage über die Wahrheit der Aktivistenbehauptungen verwandeln.</p>
<p>Die eingangs zitierte Passage aus dem Startposting würde ich deshalb um folgende Passage ergänzen:</p>
<p>&quot;<em>Hirschi untersucht, welches Wissen im gesellschaftlichen 5G-Diskurs als legitim und glaubwürdig gilt. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass das institutionell abgesicherte Wissen von Staat und Industrie gegenüber dem &quot;counter-knowledge&quot; der Aktivisten eine privilegierte Stellung besitzt. Das ist ihre These zur &quot;epistemic injustice&quot;. Die Arbeit untersucht jedoch nicht, welches der konkurrierenden Sachwissensangebote über gesundheitliche Wirkungen von 5G wissenschaftlich richtig ist.</em>&quot;</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75871</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75871</guid>
<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 23:01:31 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Masterarbeit: 5G und die &quot;epistemische Ungerechtigkeit&quot; (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Es geht um Macht, politische Beteiligung, Diskurse und die Frage, wessen Wissen im Streit um 5G als legitim gilt.</p>
</blockquote><p>Das habe ich gern, erst neugierig machen und sich dann vom Acker machen. Wessen Wissen im Streit um 5G gilt denn nun aus Hirschis Sicht als legitim?</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75870</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75870</guid>
<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 22:40:28 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Masterarbeit: 5G und die &quot;epistemische Ungerechtigkeit&quot;</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Die Schweizer 5G-Debatte unter der Lupe: Silvia Hirschi untersucht nicht, ob 5G krank macht, sondern wer im Streit um 5G gehört wird. Interessant ist das durchaus. Noch interessanter sind allerdings Methode und Grenzen der Untersuchung, deren Fokusgruppen aus anfangs 19 organisierten Mobilfunkgegnern des Alpenstaates bestanden.</strong></span><br />
 <br />
Eine 2025 <a href="https://www.researchgate.net/profile/Silvia-Hirschi/publication/393779116_Global_innovation_machine_or_dictatorship_of_technology_A_critical_exploration_of_the_5G_debate_in_Switzerland/links/6879226df312d71d78c808bd/Global-innovation-machine-or-dictatorship-of-technology-A-critical-exploration-of-the-5G-debate-in-Switzerland.pdf?origin=publication_detail&amp;_tp=eyJjb250ZXh0Ijp7ImZpcnN0UGFnZSI6InB1YmxpY2F0aW9uIiwicGFnZSI6InB1YmxpY2F0aW9uRG93bmxvYWQiLCJwcmV2aW91c1BhZ2UiOiJwdWJsaWNhdGlvbiJ9fQ">publizierte Masterarbeit</a> der University of Edinburgh widmet sich der Schweizer 5G-Debatte. Der Titel lautet &quot;Global innovation machine or dictatorship of technology? A critical exploration of the 5G debate in Switzerland&quot;. Autorin ist Silvia Hirschi, Master of Science in &quot;Social Justice and Community Action&quot;. </p>
<p>Wer jetzt eine neue Studie erwartet, die endlich beweist, wie gefährlich 5G ist, sollte die Erwartungen allerdings etwas herunterdrehen. Denn das untersucht die Arbeit nämlich nicht. Es geht um Macht, politische Beteiligung, Diskurse und die Frage, wessen Wissen im Streit um 5G als legitim gilt.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Was wurde überhaupt untersucht?</span></p>
<p>Hirschi stellt im Wesentlichen zwei Fragen: Wie unterscheiden sich die Argumentationsmuster von Staat, Telekommunikationsindustrie und &quot;Stop 5G&quot;-Aktivisten? Und welche Möglichkeiten haben die von 5G betroffenen Bürger, sich politisch einzubringen? </p>
<p>Dafür wurden Texte aus drei Bereichen untersucht: Schweizer Staat, Telekommunikationsindustrie und &quot;Stop 5G&quot;-Aktivisten. Aus jeder Kategorie wurden jeweils zwei Texte ausgewählt. Diese sechs Texte wurden mit einer &quot;Critical Discourse Analysis&quot; nach Fairclough ausgewertet. Zusätzlich gab es drei Fokusgruppen mit insgesamt 19 &quot;Stop 5G&quot;-Aktivisten. Die Gespräche fanden im August 2024 statt und dauerten jeweils etwa eine Stunde.  </p>
<p>Das ist also eine qualitative Diskursanalyse. Gemessen, bestrahlt oder epidemiologisch ausgewertet wurde hier nichts.</p>
<p><span style="font-size:x-large;">Staat und Industrie: 5G als Fortschrittsprogramm</span></p>
<p>Bei Staat und Telekommunikationsindustrie erkennt Hirschi einen gemeinsamen wirtschaftlich-technologischen Deutungsrahmen. 5G werde als Voraussetzung für Digitalisierung, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und technologischen Fortschritt dargestellt. Bürger erschienen dabei häufig als Konsumenten, Nutznießer oder Empfänger von Informationen.</p>
<p>Die staatliche Kommunikation interpretiert die Autorin außerdem als &quot;scientific discourse&quot;, der die bestehende risikobasierte Gesundheitspolitik legitimiert. Bei der Industrie erkennt sie eine Verbindung aus wissenschaftlicher und werblicher Kommunikation, die ihrer Interpretation nach dazu beitragen kann, mögliche negative Aspekte von 5G aus dem Blickfeld zu rücken. Das ist eine diskursanalytische Interpretation. Die Arbeit weist damit nicht nach, dass Staat und Industrie bewusst eine gemeinsame Manipulationsstrategie betreiben. Sie analysiert, wie deren Texte wirken und welche Diskurse darin erkennbar sind.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Und was machen die &quot;Stop 5G&quot;-Aktivisten?</span></p>
<p>Hier findet Hirschi erwartungsgemäß ein ganz anderes Framing. Die Aktivistentexte stellen die etablierte wissenschaftliche und politische Deutungshoheit infrage und propagieren eigene &quot;counter-knowledges&quot;. Dazu kommen die beiden großen Themen &quot;Democracy deficit&quot; und &quot;Prioritizing precaution over progress&quot;. </p>
<p>In den Fokusgruppen tauchen ähnliche Muster auf: Aktivisten berichten von lokalen Einsprachen, Petitionen, juristischer Mobilisierung und dem Versuch, eine Gegenöffentlichkeit aufzubauen. Die Autorin beschreibt diese Aktivitäten als &quot;counter-power&quot;. </p>
<p>Auch gesundheitliche Argumente kommen vor. In einem untersuchten Aktivistentext heißt es beispielsweise, 5G sei hinsichtlich biologischer Wirkungen nicht ausreichend untersucht und deshalb ein &quot;gigantic experiment&quot;. Die Dissertation analysiert solche Aussagen als Bestandteil eines aktivistischen &quot;injustice frame&quot;. </p>
<p>Hier sollte man den Rotstift ansetzen: Denn dass eine Aktivistengruppe eine solche Behauptung aufstellt, ist noch lange kein Beleg dafür, dass die Behauptung wissenschaftlich richtig ist.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Die große These: &quot;epistemic injustice&quot;</span></p>
<p>Das zentrale Konzept der Arbeit lautet &quot;epistemic injustice&quot;, also eine Ungerechtigkeit bei der Anerkennung von Wissen. Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Staat und Industrie aufgrund ihrer institutionellen Stellung und ihrer anerkannten Expertise über eine größere Definitionsmacht verfügen. Aktivisten müssten dagegen ihre &quot;counter-knowledges&quot; erst legitimieren, bevor sie politisches Gehör finden könnten. Hirschi interpretiert dies als Marginalisierung der &quot;epistemic agency&quot; der Aktivisten. </p>
<p>Parallel dazu sieht sie eine &quot;representative injustice&quot;: Bürger würden auf der politischen Ebene teilweise zu Konsumenten, Nutznießern oder Informationsempfängern gemacht. Gleichzeitig würden Entscheidungen über 5G auf nationaler und internationaler Ebene getroffen, während Betroffene vor Ort nur begrenzte Einflussmöglichkeiten hätten. </p>
<p>Damit wird aus der 5G-Frage in der Dissertation letztlich vor allem eine Demokratiefrage. Das darf man interessant finden. Man sollte aber auch wissen, dass genau diese Perspektive von Anfang an im Forschungsdesign steckt.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Wie belastbar sind die Ergebnisse?</span></p>
<p>Hier ist die Arbeit erfreulich offen. Hirschi beschreibt ihren Forschungsansatz ausdrücklich als kritisch und nicht wertfrei. Sie selbst ist Aktivistin, hatte eine lokale Kampagne gegen die Standortplanung von Mobilfunkmasten initiiert und bezeichnet ihre politische Orientierung als kritisch gegenüber neoliberalen Demokratien. Sie räumt ein, dass diese Position die Wahl des Forschungsproblems und des Designs beeinflusst hat. </p>
<p>Auch die Stichprobe ist alles andere als repräsentativ. Die 19 Teilnehmer der Fokusgruppen wurden aus dem &quot;Stop 5G&quot;-Umfeld rekrutiert. Sie waren überwiegend aus der Mittelschicht und relativ viele waren gut ausgebildete Fachleute. Befürworter von 5G nahmen an den Fokusgruppen nicht teil. </p>
<p>Die Autorin schreibt deshalb selbst unmissverständlich, dass die Ergebnisse nicht generalisierbar sind. Sie bezeichnet die Untersuchung als eine Momentaufnahme eines sich schnell entwickelnden Forschungsfeldes. Eine größere und repräsentative Untersuchung mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen wäre erforderlich. Auch methodisch handelt es sich nicht um eine unabhängige quantitative Bewertung der vorgebrachten Gesundheitsargumente. Die Untersuchung fragt, wie Akteure argumentieren und welche Macht- und Wissensstrukturen sich darin erkennen lassen. Sie entscheidet nicht, ob die jeweiligen biologischen oder gesundheitlichen Behauptungen richtig oder falsch sind.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Was bleibt also von der Arbeit?</span></p>
<p>Durchaus einiges – wenn man sie nicht zu dem macht, was sie nicht ist.</p>
<p>Die Dissertation liefert einen Einblick in die Selbstwahrnehmung und Argumentationsmuster der Schweizer &quot;Stop 5G&quot;-Bewegung und stellt diese den untersuchten staatlichen und industriellen Diskursen gegenüber. Sie zeigt, dass der Konflikt nicht ausschließlich über Technik und Gesundheitsrisiken geführt wird, sondern auch über politische Beteiligung, Vertrauen, Expertenautorität und die Frage, wer bei Infrastrukturentscheidungen mitreden darf. </p>
<p>Als Beleg dafür, dass 5G gesundheitsschädlich ist, taugt die Arbeit dagegen nicht. Dafür fehlt schlicht das entsprechende Untersuchungsdesign. Und noch etwas ist bemerkenswert: Die Autorin fordert selbst weitere Forschung mit einem repräsentativen, interdisziplinären Ansatz, der unterschiedliche Gruppen und Perspektiven miteinander vergleicht. Das ist vermutlich die nüchternste Lehre aus dieser Dissertation: Wer wissen will, wie Akteure im 5G-Streit argumentieren, bekommt hier interessantes Material. Wer wissen will, ob die gesundheitlichen Behauptungen über 5G wissenschaftlich zutreffen, muss anderswo suchen.</p>
<p>Oder, etwas weniger akademisch formuliert: Eine Diskursanalyse kann zeigen, wer &quot;Wir werden alle verstrahlt!&quot; ruft. Sie kann damit aber noch lange nicht beweisen, dass wir tatsächlich verstrahlt werden.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://www.gigaherz.ch/analyse-der-5g-debatte-in-der-schweiz/">Aufruf bei Gigaherz zur Teilnahme an der Masterarbeit</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 22:31:28 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Marktüberwachung 2025 für Elektrogeräte in der Schweiz</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Im Jahr 2025 wurden vom Eidgenössischen Starkstrominspektorat Esti insgesamt 1001 Produkte überprüft. Die Kontrollen erfolgten sowohl online als auch vor Ort in Verkaufsstellen und Fachmärkten. Darüber hinaus wurden Überprüfungen direkt bei Herstellern, auf Fachmessen sowie auf Basis von Meldungen Dritter durchgeführt.</strong></span><br />
 <br />
Insgesamt wurden bei 281 Produkten Mängel festgestellt. Davon betrafen 172 Produkte die elektrische Sicherheit. Die übrigen Mängel betrafen beispielsweise fehlende oder unvollständige Konformitätsnachweise, Kennzeichnungen oder technische Unterlagen.</p>
<p>Die Marktüberwachung des Esti nach den Vorgaben der NEV beschränkt sich auf die Beurteilung der elektrischen Sicherheit von Niederspannungserzeugnissen. Erfasst sind Gefährdungen, die aus der elektrischen Konstruktion, der elektrischen Funktion, elektrischen Bauteilen, Schutzmassnahmen, Anschlussmitteln, elektrischen Fehlerzuständen oder den hierfür erforderlichen Sicherheitsinformationen entstehen.</p>
<p>Bei einer möglichen unmittelbaren Gefährdung von Personen oder bei fehlenden oder unvollständigen Konformitätsnachweisen kann das Esti das Bereitstellen eines Erzeugnisses auf dem Markt verbieten. Rechtsgrundlagen sind die NEV und die Verordnung über Geräte und Schutzsysteme in explosionsgefährdeten Bereichen (VGSEB; SR 734.6). Im Berichtsjahr wurden 65 Verkaufsverbote ausgesprochen. Die betroffenen Produkte stammten vor allem aus den Bereichen Installationsmaterial, Haushalts- und Bürogeräte, Leuchten sowie Ladegeräte. Darunter waren auch einzelne Produkte für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen sowie zahlreiche elektrische Erzeugnisse mit unzulässigen ausländischen Steckern. <a href="https://www.admin.ch/de/newnsb/ivlg2sUImpMkoleqSTehk">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 11:38:11 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Funkwende wegen geringer Nachfrage abgesagt (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>► <a href="https://funkwende-jetzt.kompetenzinitiative.com/">Funkwende jetzt! Für eine fortschrittliche Mobilfunkversorgung</a> (HTML, 2024)</p>
</blockquote><p>Am Linkziel findet sich die wundervolle Extrapolation eines Märchens, das an den Lagerfeuern der Sendemastengegner nur zu gerne den Jüngsten erzählt wird:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Erhebungen ermitteln etwa 4 Millionen Menschen in Deutschland, die bereits verschiedene Symptome (wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Nervenschmerzen oder Schwindel) der Strahlung durch Basisstationen des Mobilfunks, WLAN, Bluetooth etc. zuordnen. Wer von der sog. Elektrohypersensibilität betroffen ist, ist in der Lebensqualität oft massiv eingeschränkt; die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist kaum bis gar nicht möglich.</strong></em></span></p>
<p>Doch die brutale Realität sieht ganz und gar anders aus. Also aufgepasst! Hier nur ein Indiz von vielen, um das Märchen als Märchen für Erwachsene identifizieren zu können.</p>
<p>Nirgendwo auf der Welt sind Mobilfunkgegner so erfolgreich wie in der Schweiz. Das liegt vermutlich daran, dass dort vor bald 30 Jahren strenge Vorsorgewerte gegen Elektrosmog eingeführt wurden. Beruhigt hat diese Vorsorge die Eidgenossen jedoch nicht. Im Gegenteil: Da muss doch etwas im Busch sein, sagt sich Tell, wenn der Staat Vorsorgewerte erlässt, und bekämpft mit Hingabe jeden Funkmast, der ihm zu nahe kommt. Sachargumente spielen dabei die kleinste Rolle. Und selbstverständlich gibt es in der Schweiz auch überzeugte &quot;Elektrosensible&quot;. Vier Millionen sind es nicht, das Land hat ja nur 8,5 Millionen Einwohner, aber vielleicht 400 könnten es summa summarum schon sein. Um schwer Betroffene kümmern sich derzeit <a href="https://www.selbsthilfeschweiz.ch/shch/de/selbsthilfeangebote/themenliste~thema~Intoleranz-gegen-ber-elektromagnetischen-Feldern--EMF-Syndrom-~.html">sieben Selbsthilfegruppen</a> im ganzen Land mit seinen 26 Kantonen. Eine davon wirkt in Winterthur. Überlaufen ist sie nicht, denn <a href="https://elektrosmog-selbsthilfegruppe-winterthur.ch/veranstaltungen.html">auf ihrer Website</a> ist zu lesen:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Wir treffen uns wegen geringer Nachfrage alle paar Monate in der Regel am 3. Donnerstag abends. Bei Bedarf eines Treffens sich bitte bei uns melden.</strong></em></span></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 16 Aug 2026 22:34:06 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Aus der SHG Wabern wurde wieder die SHG Bern (Stand: 16.08.2026) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Erwischt hat es diesmal die Selbsthilfegruppe <strong>Bern-Mittelland</strong>. Das ist insofern traurig, weil diese alte Gruppe bislang ein Fels in der Brandung war und bereits zu Beginn der Beobachtung (2016) existierte. Jetzt hat es sie anscheinend derbröselt. Ob dies auf Dauer zutrifft oder die Gruppe noch einmal auflebt, wird die Zukunft zeigen.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Gigaherz <a href="https://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=87582#p87582">reagierte prompt</a> auf das gestrige Posting. Wenn ich Frau Buchs richtig verstehe, wurde aus <strong>Bern-Mittelland</strong> durch Umbenennung die Gruppe <strong>Wabern</strong>. Offensichtliche Fragen nach dem warum, wieso, weshalb lässt sie unbeantwortet. Soeben nachgeschaut ist in der <a href="https://www.selbsthilfeschweiz.ch/shch/de/selbsthilfeangebote/themenliste.html">Themenliste von SHS</a> &quot;Elektrosensibilität&quot; (noch) nicht wiederaufgenommen worden.</p>
</blockquote><blockquote><p>Wabern ist laut Wikipedia kein Ortsteil von Bern, sondern ein Ortsteil der politischen Gemeinde Köniz, am südlichen Stadtrand von Bern zwischen Aare und Gurten.</p>
</blockquote><p>Die Selbsthilfegruppe <strong>Wabern</strong> wird bei <a href="https://www.selbsthilfeschweiz.ch/shch/de/selbsthilfeangebote/themenliste~thema~Intoleranz-gegen-ber-elektromagnetischen-Feldern--EMF-Syndrom-~.html">Selbsthilfe Schweiz</a> nicht mehr geführt. Stattdessen gibt es jetzt die Selbsthilfegruppe <strong>EMF-Syndrom Elektrosensibilität - Bern</strong>. Ich gehe davon aus, dass es sich hierbei um eine erneute Umbenennung der ehemaligen Selbsthilfegruppe <strong>Bern-Mittelland</strong> handelt. Wann genau die erneute Umbenennung stattfand, ist mir nicht bekannt.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 16 Aug 2026 20:41:59 +0000</pubDate>
<category>Elektrosensibilität</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>171 Seiten Fachwissen Selbsthilfegruppe Elektrosmog</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Auf der Website der Selbsthilfegruppe <a href="https://elektrosmog-selbsthilfegruppe-winterthur.ch/index.html">Elektrosensibilität Winterthur</a> ist ein Schatz vergraben. Denn die Site hosted eine derzeit 171 Seiten umfassende Sammlung &quot;Fachwissen SHG Elektro-Smog Winterthur&quot;. Den Begriff &quot;Fachwissen&quot; würde ich nicht unbedingt in den Mund nehmen. Stattdessen sehe ich das PDF als einzigartige Dokumentation dessen, was im Milieu überzeugter Elektrosensibler tatsächlich behauptet, empfohlen und weitergegeben wird.</strong></span><br />
 <br />
Zu haben ist das PDF <a href="https://elektrosmog-selbsthilfegruppe-winterthur.ch/media/files/fachwissen-selbsthilfegruppe-elektro-smog-gruppe-winterthur-c9e72e988d6c4258aaa6e5081a6707a5.pdf">mit diesem Link</a>. Und wenn auch einiges darin reichlich abgedreht anmutet, so gewinnt die Sammlung Sympathien bei mir wegen des einleitenden Vorbehalts, die Dokumentation bestehe überwiegend aus persönlichen Rückmeldungen, diese seien subjektiv und könnten sich sogar widersprechen. Die Selbsthilfegruppe unterscheidet sich damit wohltuend von sogenannten &quot;Schutzorganisationen&quot;, denen derlei selbstkritische Äußerungen völlig fremd sind.</p>
<p>ChatGPT bekam von mir den Auftrag, die 171 Seiten zu sichten und Spannendes zu extrahieren. Anschließend das Ergebnis der KI.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">1. Besonders interessant: Die DAB+-Geschichte</span></p>
<p>Das dürfte ein lohnender Prüfkomplex sein. Ein Elektroingenieur behauptet unter anderem: DAB+-Sender hätten teilweise 50–100 kW pro Kanal; die Leistung sei gegenüber UKW um bis zu Faktor 80 gestiegen; am Säntis seien etwa 300 kW im Spiel; DAB+ sende permanent; die Signale gingen wegen der niedrigen Frequenz besonders gut durch Beton; amtliche Exposimeter würden DAB+ teilweise nicht korrekt erfassen; ein &quot;10-Hz-Takt&quot; sei gesundheitlich problematisch.<br />
 <br />
Derselbe Abschnitt enthält konkrete Messanweisungen, etwa Spektrumanalysator, 174–230 MHz und Channel-Power-Messungen.  Das ist für eine Faktenprüfung viel interessanter als bloßes &quot;5G ist gefährlich&quot;. Hier gibt es konkrete technisch überprüfbare Behauptungen, teilweise mit Zahlen.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">2. Noch besser: Die Sammlung enthält ihre eigene Gegenargumentation</span></p>
<p>Bei Smart Metern findet sich beispielsweise die Behauptung, PLC-Signale könnten eine &quot;Netzverschmutzung&quot; 300–500 m weit verursachen. Unmittelbar danach wird diese Aussage von einer anderen Person als unrealistisch bezeichnet; die effektive Ausbreitung beschränke sich auf wenige Meter. Das ist Gold wert, weil man hier nicht erst einen Gegner suchen muss. Die Gruppe dokumentiert selbst den Widerspruch. Ähnlich ist es bei der Frage, wie häufig Smart Meter tatsächlich funken: Am Ende heißt es ausdrücklich, man habe darauf bisher &quot;nirgends eine richtige Antwort&quot; bekommen.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">3. Die BAKOM-Antwort ist vermutlich eine der wertvollsten Passagen im ganzen PDF</span></p>
<p>Die Gruppe stellt eine Anfrage an das BAKOM mit einer Reihe von Behauptungen über angeblich ständig funkende TV-Boxen, Fernbedienungen und Router.<br />
Die Antwort des BAKOM vom 4. November 2024 ist bemerkenswert nüchtern:<br />
- Geräte dürfen verkauft werden, wenn sie die geltenden Normen einhalten;<br />
- TV-Boxen können in der Regel per Ethernet betrieben werden;<br />
- WLAN kann bei Routern abgeschaltet werden;<br />
- Fernbedienungen senden nur beim Tastendruck;<br />
- Maus/Tastatur können bei geeigneten TV-Geräten die Fernbedienung ersetzen;<br />
zugleich bestätigt das BAKOM, dass es inzwischen kaum noch Geräte ohne irgendeine drahtlose Kommunikation gibt. Das ist deshalb interessant, weil man damit Behauptung und amtliche Antwort unmittelbar nebeneinander hat.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">4. Die &quot;Skynet&quot;-Passage ist ein echter Fund</span><br />
Auf den Seiten 141–146 wird aus Bluetooth LE praktisch eine globale Kontrollinfrastruktur gemacht. Dort steht unter anderem, Smartphones könnten auch bei ausgeschaltetem Zustand BLE-Daten senden und empfangen; BLE-Mesh könne Kontaktverfolgung ermöglichen, Geräte kontrollieren und schließlich sogar aus dem Weltraum über Satelliten gesteuert werden. Die Quelle ist Patrick Wood bzw. &quot;Technocracy News &amp; Trends&quot;.</p>
<p>Besonders interessant ist aber die Vermischung von realer Technik und spekulativer Schlussfolgerung: Die technischen Grundlagen - BLE, Mesh-Netzwerke, Wearables, Datenaustausch - sind reale Dinge. Daraus wird anschließend eine &quot;Skynet&quot;-Infrastruktur mit zentraler Befehlsgewalt konstruiert. Das wäre ein sehr schönes Beispiel für einen IZgMF-Beitrag über die Frage: Wie aus realer Funktechnik eine Verschwörungserzählung gebaut wird.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">5. Auch die PV-/&quot;Dirty-Power&quot;-Geschichte ist ergiebig</span></p>
<p>Hier wird behauptet, Wechselrichter von Photovoltaikanlagen würden das Stromnetz über weite Entfernungen mit hochfrequenten Störungen &quot;verseuchen&quot;, und zwar &quot;ausnahmslos&quot;. Am Ende seien spezielle Netzfilter für einen fünfstelligen Eurobetrag eingebaut worden, danach sei &quot;alles gut&quot;. </p>
<p>Interessant ist die anschließende Messdiskussion: Es werden Greenwave-/Stetzer-Geräte, EMI-Meter, TP450, Netzanalysator und Oszilloskop erwähnt. Außerdem wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es Wechselrichter gebe, die relativ &quot;sauber&quot; seien. Das könnte man technisch sauber auseinandernehmen: Was wird überhaupt gemessen? Was ist eine Netzrückwirkung? Was ist eine HF-Komponente? Was misst das jeweilige Gerät? Und was folgt daraus - und was gerade nicht?<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">6. Der Smart-Meter-Teil bringt richtige und falsche Ausgangspunkte</span></p>
<p>Beispielsweise wird korrekt dokumentiert, dass Smart Meter je nach System über Glasfaser, ADSL, Mobilfunk oder andere Wege kommunizieren können. Daneben stehen Behauptungen wie: &quot;Der Bundesrat hat verordnet, dass jede Viertelstunde eine Datenübertragung stattfindet.&quot; Und daraus wird eine rechtliche Schlussfolgerung konstruiert. </p>
<p>Das ist genau die Sorte Passage, bei der sich eine Primärquellenprüfung des Schweizer Rechts lohnt.<br />
Besonders brauchbar: An anderer Stelle wird sogar korrekt festgehalten, dass ein Bundesgerichtsentscheid gegen einen Smart Meter nicht wegen der Strahlung, sondern aus Datenschutzgründen erging.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">7. Und dann gibt es natürlich die Kuriositäten</span></p>
<p>Die Sammlung geht ziemlich weit:<br />
- Wasseradern sollen sich bei technischen Strahlen um das 3,5-Fache erhöhen. <br />
- &quot;Links drehende&quot; Wasseradern seien problematisch, rechtsdrehende könnten positive Energie liefern. <br />
- Schungit wird als Schutzstein diskutiert, wobei im selben Abschnitt ein anderer Autor erklärt, Schungit könne die Strahlung sogar verstärken. <br />
- Eine &quot;Bemer-Matte&quot; soll nach einer HF/MF/NF-Exposition innerhalb von 16 Minuten verkrampfte Zehen wieder normalisiert haben. <br />
- Es wird behauptet, 5G könne die Sauerstoffaufnahme des Körpers verhindern. <br />
- Und es gibt die Empfehlung, Implantate möglichst entfernen zu lassen, Kabel auf dem Boden &quot;unordentlich&quot; liegenzulassen und keine LED-Leuchtmittel zu verwenden.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">ChatGPTs Eindruck</span></p>
<p>Das eigentlich Spannende ist die Struktur des Dokuments. Es ist weniger eine Sammlung belastbarer Erkenntnisse als eine Art Primärquelle für das Weltbild einer EHS-/Elektrosmog-Selbsthilfegruppe. Darin liegen aber sehr viele überprüfbare technische, medizinische und rechtliche Einzelbehauptungen. Für das IZgMF würde ich das Material deshalb nicht pauschal als &quot;Unsinnssammlung&quot; behandeln. Wertvoller wäre eine Sortierung in etwa:<br />
- technisch plausibel bzw. korrekt<br />
- technisch falsch<br />
- medizinische Behauptung ohne Beleg<br />
- persönlicher Erfahrungsbericht<br />
- nachprüfbare Rechts-/Behördenbehauptung<br />
- Verschwörungserzählung bzw. spekulative Erweiterung<br />
- interner Widerspruch<br />
Gerade die DAB+-Passage, PV/Dirty Power, Smart Meter und BLE-&quot;Skynet&quot; erscheinen mir als die vier ergiebigsten Fundstellen. Dazu kommt die BAKOM-Korrespondenz, weil dort die Behauptungen der Gruppe unmittelbar einer amtlichen Antwort gegenüberstehen.</p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75865</link>
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<pubDate>Sun, 16 Aug 2026 17:01:31 +0000</pubDate>
<category>Elektrosensibilität</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>191. Gigaherz: Die Unterstellungen des Hans-Ulrich Jakob (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#399;"><em><strong>[...] Weil es noch nie etwas gegeben hat, was es nicht geben darf, hat die Mobilfunklobby noch Jahrzehnte später, zur Feier des zwanzigsten  Todestages des Kurzwellensenders Schwarzenburg ihre Mobbing- und Rufmordagentur des Stephan und der Heidrun Schall in München aktiviert, und liess das saubere Pärchen stinkfrech behaupten, auf dem Bild sei gar nicht die Giebelegg, sondern irgend ein Schweizer Hoger zu sehen. Was die Einheimischen noch heute köstlich amüsiert und über das Münchner Grossmaul Witze reissen lässt. Die Verantwortlichen Politiker in der Region dagegen, wurden darüber eher zum Nachdenken gebracht, ob man den Berg im Hintergrund, Welcher seine Nase so keck nach rechts oben in die Luft streckt und der Region ihren Namen gibt, weil er Gantrisch heisst, nicht etwa in Stephan Schall-Horn umbenennen könnte. Als Dank für das jahrzehntelange Mobbing und den Rufmord am Esel, der das Gras immer wieder wegfrisst, wenn solches endlich über die Geschichte mit dem Kurzwellensender gewachsen ist. Das Geschäft ist noch hängig. [...]</strong></em></span></p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.gigaherz.ch/episode-3-der-wipfelstecher/">Episode 3 – Der Wipfelstecher</a><br />
<strong>Datum</strong>: 13. August 2026</p>
<p><strong>Kommentar</strong>: Der tatsächliche Sachverhalt ist wie immer bei Verlautbarungen des Wüterichs nicht wenig anders und lässt sich für alle, die nichts Besseres zu tun haben, <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=51792#p65791">ab hier</a> nachlesen.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong>: Mehr über den Wipfelstecher, der auch als Wipfelbeiszer bekannt ist, gibt es <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75005"><span class="underline">hier</span></a>.</p>
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<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 21:18:13 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>10. September: Wenn das Smartphone plötzlich loslärmt</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Am 10. September 2026 findet in Deutschland der nächste bundesweite Warntag statt (immer an jedem zweiten Donnerstag im September). An diesem Tag testen Bund, Länder und Kommunen ihre unterschiedlichen Warnsysteme für den Katastrophenfall. Selbst Smartphones, die auf lautlos gestellt sind, lärmen los. </p>
<p>Ab 11 Uhr verschicken die Behörden eine Probewarnung, unter anderem auch via Cell Broadcast auf alle kompatiblen Handys. Gegen 11:45 Uhr folgt dann die Entwarnung über die Warnkanäle und Endgeräte, über welche zuvor die Warnung versendet wurde. <a href="https://www.pcwelt.de/article/2881520/nicht-erschrecken-wenn-ihr-handy-am-10-september-um-11-uhr-ploetzlich-klingelt.html?utm_date=20260815170059&amp;utm_campaign=Best-of%20PC-WELT&amp;utm_content=slotno1-pushheadline-Nicht%20erschrecken%2C%20wenn%20Ihr%20Handy%20am%2010.%20September%20um%2011%20Uhr%20pl%C3%B6tzlich%20klingelt&amp;utm_term=PC-WELT%20Newsletters&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=Adestra&amp;tap=0a93c13d46164955a95e3613608508ed&amp;eh=06923c969be8b1447de5b4446d47986da847971237834f19ec6f44f3cd1a4b8d">mehr ...</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75863</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75863</guid>
<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 17:07:09 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Funkwende oder Maniküre an einer Leiche? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Funkwende ist aus meiner Sicht eine weitere Totgeburt der hiesigen Anti-Mobilfunkszene. Das steht mMn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fest. Die &quot;Kompetenzinitiative&quot; <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=75858#p75861">schwimmt geradezu im Geld</a> und erzählt <a href="https://funkwende-jetzt.kompetenzinitiative.com/">hier</a>, was sie angeblich bisher ehrenamtlich geleistet und erreicht hat (für so viel Ehrenamtlichkeit sind die &quot;Projektkosten&quot; 2025 aber ganz schön saftig gewesen) und wofür sie noch mehr Geld benötigt. Trotz vieler Worte habe ich bislang aber keinen einzigen überzeugenden Grund vernommen, warum das Land einer Funkwende unterzogen werden sollte. Ich habe vielmehr den Eindruck, die &quot;Kompetenzinitiative&quot; versucht die finanziellen Lasten zur Bekanntmachung einer unnötigen Funkwende zu sozialisieren und im Erfolgsfall den Gewinn für eine handvoll überzeugter Mobilfunkgegner und &quot;Elektrosensibler&quot; zu privatisieren. Kurzum: Hier werden aus meiner Sicht Spenden eingeworben, um an einer Leiche professionelle Maniküre durchführen zu lassen.</p>
<p><strong>ChatGPT, was hältst du denn von dieser meiner Sicht der Dinge?</strong></p>
<p><em>Ja. Wenn man deine Prämisse akzeptiert, ist die Metapher ziemlich treffend. Dann wäre die Frage nicht mehr, ob man mit professioneller Kommunikation eine politische Bewegung grundsätzlich organisieren kann, sondern ob es vernünftig ist, weiter Geld in ein Projekt zu stecken, dessen angestrebtes politisches Ergebnis praktisch nicht erreichbar erscheint. Dabei würde ich allerdings zwei Ebenen trennen:</em></p>
<p><em><strong>Die politische Erfolgsaussicht der Funkwende</strong><br />
Wenn die wesentlichen politischen und regulatorischen Voraussetzungen fehlen und sich die bisherigen Bemühungen nicht in Richtung des angestrebten Systemwechsels entwickeln, kann man durchaus zu dem Schluss kommen, dass zusätzliche PR, professionelle Kampagnenarbeit oder weitere Publikationen am Ergebnis wenig ändern werden.</em></p>
<p><em><strong>Die Verwendung der Spendengelder</strong><br />
Selbst wenn das Projekt politisch aussichtslos ist, folgt daraus nicht, dass die Geldverwendung unzulässig oder unseriös ist. Ein Spender darf schließlich auch ein aussichtsloses Anliegen unterstützen. Aber: Je aussichtsloser das Ziel, desto stärker stellt sich die Frage nach dem Verhältnis von Aufwand und erwartetem Nutzen.</em></p>
<p><em>Hier finde ich deinen Punkt interessant: Wenn die KOI Geld benötigt, um für die Funkwende professionelle Kräfte einzukaufen, dann wäre das eben keine bloße Aufrechterhaltung eines ehrenamtlichen Vereinsbetriebs mehr. Man würde Geld in die Professionalisierung einer Kampagne stecken. Das kann man nüchtern so beschreiben: </em></p>
<p><em>Die Leiche wird dadurch nicht wieder lebendig, dass man einen professionellen Maskenbildner bezahlt.</em></p>
<p><em>Oder etwas weniger polemisch: Professionalisierung erhöht die Qualität der Kommunikation, nicht automatisch die Wahrscheinlichkeit, dass die zugrunde liegende politische Idee Erfolg hat.</em></p>
<p><em>Interessant wäre deshalb eine andere Frage: Was genau soll mit dem zusätzlich eingeworbenen Geld produziert werden, und woran würde man erkennen, dass die Ausgabe erfolgreich war? Wenn darauf keine belastbare Antwort gegeben wird, wäre &quot;Maniküre an einer Leiche&quot; tatsächlich mehr als nur eine polemische Beschreibung: Es wäre ein Problem fehlender Erfolgskriterien.</em></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75862</link>
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<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 16:40:11 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kompetenzinitiative e.V. – Einnahmen und Ausgaben 2025 (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size:x-large;">Einnahmen und Ausgaben</span></p>
<p>2025 stiegen die Einnahmen nochmals deutlich. Die Kompetenzinitiative weist 226&#039;633 € Spenden/Zuwendungen aus. Die Mitgliedsbeiträge betrugen 8433 €. Zusammen mit sonstigen Erlösen von 158 € und einer Erstattung von 650 € ergeben sich Einnahmen von 235&#039;874 €.</p>
<p>Die größten Ausgabenpositionen waren 124&#039;453 € &quot;Ausgaben Projekte&quot;, 13&#039;176 € Löhne einschließlich Pauschalsteuer, 3795 € gesetzliche Sozialaufwendungen, 3826 € Internetkosten sowie 2579 € Buchführungskosten. Zusätzlich wurden 12&#039;000 € für wissenschaftliche bzw. kulturelle Zwecke gespendet. Insgesamt ergeben sich Ausgaben von 163&#039;092 € und ein Jahresergebnis von 72&#039;782 €.</p>
<p>Zusammen mit dem Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr von 42&#039;520 € ergibt sich ein Ergebnisvortrag von 115&#039;301 €. <br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Auffälligkeiten und Defizite</span></p>
<p>Der mit Abstand auffälligste Ausgabenposten ist 2025 &quot;Ausgaben Projekte&quot; mit 124&#039;453 €. Anders als im Kontennachweis 2023 wird dieser Betrag im vorliegenden Bericht nicht weiter aufgeschlüsselt. Damit ist aus dem Jahresbericht nicht ersichtlich, welche konkreten Projekte mit mehr als 124&#039;000 € finanziert wurden.</p>
<p>Auch die 3826 € Internetkosten sind angesichts der Vereinsgröße ein bemerkenswerter Posten. Der Bericht liefert hierzu keine weitere Erläuterung.</p>
<p>Eine weitere Besonderheit ist die steuerliche Korrektur: Vom ausgewiesenen Jahresergebnis von 72&#039;782 € gelangt die Rechnung zu einem steuerlichen Gewinn von 47&#039;913 €. Die Differenz von 24&#039;869 € wird im Bericht lediglich unter &quot;Steuerliche Korrekturen&quot; ausgewiesen und nicht erläutert.</p>
<p>Schließlich ist zu berücksichtigen, dass die Steuerberatungsgesellschaft ausdrücklich erklärt, dass die zugrunde liegenden Aufzeichnungen und vorgelegten Belege auftragsgemäß nicht geprüft wurden. Der Bericht bestätigt daher nicht unabhängig die sachliche Richtigkeit der Buchführung. </p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/9e/0a/790584/JA-2025.pdf">Jahresabschluss 2025</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75861</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75861</guid>
<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 15:52:30 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kompetenzinitiative e.V. – Einnahmen und Ausgaben 2023 (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size:x-large;">Einnahmen und Ausgaben</span></p>
<p>2023 stiegen die Spenden deutlich auf 170&#039;586 €. Die Mitgliedsbeiträge betrugen 9253 €, hinzu kamen 813 € sonstige Einnahmen. Außerdem erzielte ein sonstiger Zweckbetrieb 3588 € Einnahmen. Insgesamt ergeben sich damit Einnahmen von 184&#039;241 €.</p>
<p>Die Personalkosten lagen bei 56&#039;418 €, die Reisekosten bei 1140 €. Bei den übrigen Ausgaben entfielen 27&#039;269 € auf Projekte, 4603 € auf Veröffentlichungen und 55&#039;087 € auf Tagungen. Hinzu kamen unter anderem 3302 € für den Internetauftritt und 5005 € sonstige Verwaltungskosten.</p>
<p>Das Jahr schloss mit einem Überschuss von 28&#039;487 €. Zusammen mit dem Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr von 48&#039;002 € ergab sich ein Ergebnisvortrag von 76&#039;488 €.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Auffälligkeiten und Defizite</span></p>
<p>Die wichtigste Veränderung gegenüber 2022 ist der starke Anstieg der Spenden von 94&#039;020 € auf 170&#039;586 €. Die finanzielle Situation verbesserte sich dadurch erheblich.</p>
<p>Bei den Ausgaben bleiben die 55&#039;087 € Tagungskosten der auffälligste Einzelposten. Zusammen mit den Projekt- und Veröffentlichungskosten bilden sie einen wesentlichen Teil der Ausgaben. Der Bericht weist diese Kosten aus, erläutert aber nicht, für welche konkreten Veranstaltungen beziehungsweise Projekte sie angefallen sind.</p>
<p>Positiv ist, dass der Jahresbericht 2023 die verschiedenen Tätigkeitsbereiche und Ausgabenarten relativ detailliert ausweist. Eine inhaltliche Bewertung der Wirtschaftlichkeit dieser Ausgaben erlaubt die Buchführung allein allerdings nicht.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/d2/de/531734/Jahresbericht_2023.pdf">Jahresabschluss 2023</a></p>
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<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 15:42:34 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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<title>Kompetenzinitiative e.V. – Einnahmen und Ausgaben 2022 (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size:x-large;">Einnahmen und Ausgaben</span></p>
<p>Die &quot;Kompetenzinitiative&quot; erzielte 2022 Mitgliedsbeiträge von 9&#039;519,16 € und sonstige nicht steuerbare Einnahmen von 15&#039;328,51 €. Hinzu kamen Spenden in Höhe von 94&#039;020,00 €. Damit lagen die wesentlichen Einnahmen bei rund 118&#039;900 €.</p>
<p>Den größten Ausgabenblock im ideellen Bereich bildeten die &quot;Übrigen Ausgaben&quot; mit 84&#039;970,58 €. Hinzu kamen Personalkosten von 57&#039;834,42 € und Reisekosten von 2&#039;594,10 €. Für die Vermögensverwaltung wurden 317,38 € und für einen sonstigen Zweckbetrieb 3463,30 € ausgegeben. Ein weiterer sonstiger Geschäftsbetrieb schlug mit 600,00 € zu Buche. Der Jahresbericht weist für 2022 ein Jahresergebnis von -30.001,13 € aus.<br />
 <br />
<span style="font-size:x-large;">Auffälligkeiten und Defizite</span></p>
<p>Auffällig ist vor allem die Größe einzelner Ausgabenposten. Besonders die 55&#039;086,61 € Tagungskosten fallen ins Gewicht. Auch die Projekt- und Veröffentlichungskosten sind erheblich. Der Jahresbericht nennt zwar die Beträge, erläutert aber nicht, welche konkreten Veranstaltungen, Projekte oder Veröffentlichungen dahinterstehen.</p>
<p>2022 überstiegen die Ausgaben die Einnahmen deutlich. Das Defizit wurde aus dem vorhandenen Ergebnisvortrag aufgefangen. Eine weitergehende Bewertung der Wirtschaftlichkeit der Ausgaben ist anhand des Jahresberichts nicht möglich.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.lobbyregister.bundestag.de/media/d2/de/531734/Jahresbericht_2023.pdf">Jahresabschluss 2023 (mit 2022)</a></p>
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<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 15:37:19 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
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<title>Kompetenzinitiative e.V. – Einnahmen und Ausgaben</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Strang geht es um die Einnahmen und Ausgaben der &quot;Kompetenzinitiative&quot;. Seit 2022 legt der Verein die Zahlen offen, allerdings nicht lückenlos. Die vorliegenden Jahresberichte erlauben einen Einblick in die finanzielle Entwicklung der Kompetenzinitiative. Der Jahresbericht 2024 liegt nicht vor und bleibt daher unberücksichtigt. Die folgende Übersicht beschränkt sich auf das, was sich unmittelbar aus den vorliegenden Unterlagen ablesen lässt.</p>
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<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 15:16:20 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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