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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog</title>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/</link>
<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Postkartenaktion für Denkfaule: nur Mittel zum Zweck (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Am 27. Dezember 2025 startete der Verein &quot;Schutz vor Strahlung&quot; eine Postkartenaktion, mit der auch denkfaule oder einfach nur bequeme Eidgenossen gegen die geplante Novelle des schweizerischen Fernmeldegesetzes protestieren können. Die Aktion dauert bis 31. März 2026, dann endet die Vernehmlassung zu dem Gesetzentwurf. Mit seiner Aktion ergaunert sich der Verein nebenbei von jedem, der protestiert, ungefragt die E-Mail-Adresse.</p>
</blockquote><p>Mit der Postkartenaktion erntete der Verein E-Mail-Adressen von Eidgenossen, die gegen die Änderung des Fernmeldegesetzes (FMG) protestieren wollten. Doch das war nur der erste Schritt eines ziemlich unverschämten Plans. Zwei Wochen später begann mit der Unterschriftensammlung der zweite und entscheidende Schritt der Protestaktionen.</p>
<p>Die mit dem ersten Schritt ergaunerten E-Mail-Adressen konnten jetzt treffsicher dazu verwendet werden, um die Absender per Mail zum Sammeln von Unterschriften aufzufordern. Wahrscheinlich war dies der verdeckte eigentliche Zweck der Postkartenaktion. Für diesen Verdacht spricht, dass der Verein über den Erfolg der Unterschriftensammlung bereitwillig Auskunft gab, über den Ausgang der Postkartenaktion hingegen bis heute kein einziges Wort verloren hat. Dabei weiß der Verein sehr genau, wie viele E-Mail-Adressen er sich mit der Postkartenaktion <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=75289">auf raffiniert einfache Weise</a> erschlich, um seine Zielgruppe für die Unterschriftensammlung ausfindig zu machen.</p>
<p>Anscheinend hat der Plan funktioniert. Voraussetzung dafür war jedoch die mMn nach am Rande der Legalität angesiedelte Beschaffung der E-Mail-Adressen von Personen der Zielgruppe.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 10:39:38 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Gigaherz-Forum: Zellbiologie als Täuschungsmanöver</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Die &quot;elektrosensible&quot; Forumteilnehmerin &quot;insieme&quot; beglückte 2024 das Gigaherz-Forum <a href="https://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=86442#p86442">mit einem PDF</a>. Das Papier gibt sich als leicht verständliche Einführung in die Zellbiologie. Tatsächlich ist es ein Beispiel dafür, wie wissenschaftliche Inhalte gezielt instrumentalisiert werden, um eine frei erfundene Gefahrenbehauptung glaubwürdig zu machen.</strong></span><br />
 <br />
Der Einstieg ist unauffällig. Mitochondrien werden als &quot;Kraftwerke der Zelle&quot; beschrieben, ihre Rolle bei der ATP-Produktion korrekt dargestellt, ebenso grundlegende Aspekte der Atmungskette. Das ist Standardwissen und fachlich nicht zu beanstanden. Eben diese Korrektheit erfüllt jedoch eine Funktion: Sie erzeugt Vertrauen.</p>
<p>Dieses Vertrauen wird im nächsten Schritt ausgenutzt. Ohne jede belastbare Überleitung wird &quot;Elektrosmog&quot; in die Argumentation eingeführt und behauptet, Mitochondrien seien &quot;Sensibelchen betreffend Umweltgifte und Elektrosmog&quot;. Hier werden zwei völlig unterschiedliche Kategorien miteinander verknüpft: Für Schäden durch toxische Substanzen existiert eine breite Evidenzbasis, für gesundheitsschädliche Effekte von HF-EMF im Alltagsbereich auf Mitochondrien hingegen nicht. Die Gleichsetzung erfolgt nicht wissenschaftlich, sondern nur rhetorisch.</p>
<p>Besonders aufschlussreich ist die Verwendung scheinbar präziser Zahlen. Die Behauptung, ab &quot;25 Prozent&quot; irreversibel geschädigter Mitochondrien entstünden chronische Krankheiten, ist nicht belegt. Sie ist auch nicht plausibel, weil mitochondriale Dysfunktionen komplex, zelltypabhängig und nicht über einfache Schwellenwerte definierbar sind. Solche Zahlen dienen nicht der Aufklärung, sondern dem Vortäuschen von Genauigkeit.</p>
<p>Ähnlich verhält es sich mit der Angabe, &quot;um die 50 Krankheiten&quot; seien auf mitochondriale Fehlfunktionen zurückzuführen. Auch hier wird Komplexität durch eine griffige, aber wissenschaftlich nicht belastbare Zahl ersetzt. Der Eindruck von Übersicht entsteht nicht durch Erkenntnis, sondern durch Vereinfachung auf Kosten der Richtigkeit.</p>
<p>Am Ende mündet der Text in eine klare Stoßrichtung: Man solle sich &quot;weniger dem täglichen Stress – dem Elektrosmog und der Schadstoffexposition – aussetzen&quot; und für &quot;Schutz&quot; sorgen. Damit ist die Funktion des gesamten Textes offengelegt. Die zuvor präsentierte Biologie dient lediglich als argumentative Kulisse für eine bereits feststehende Botschaft.</p>
<p>Charakteristisch ist das durchgängige Muster: Zunächst werden unstrittige Fakten präsentiert, dann selektiv zugespitzt, anschließend mit unbelegten Behauptungen vermischt und schließlich in eine implizite Handlungsaufforderung überführt. Fachbegriffe wie &quot;Atmungskette&quot;, &quot;ATP-Synthase&quot; oder &quot;Apoptose&quot; werden dabei nicht zur Klärung eingesetzt, sondern als Requisiten, die Wissenschaftlichkeit suggerieren sollen.</p>
<p>Der zentrale Befund ist eindeutig: Hier wird nicht erklärt, sondern konstruiert. Korrekte Zellbiologie wird als Vehikel genutzt, um eine unbelegte Gefahrenhypothese plausibel erscheinen zu lassen. Die Grenze zwischen vereinfachter Darstellung und Irreführung ist dabei klar überschritten. Wer so argumentiert, betreibt keine Aufklärung, sondern baut ein Narrativ unter dem Deckmantel der Wissenschaft. Die Biologie liefert in diesem Text nicht die Evidenz – sie liefert lediglich die Bühne.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
Es gibt <a href="https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=62604"><span class="underline">Hinweise</span></a>, dass &quot;insieme&quot; mit dem pseudowissenschaftlichen Elektrosmog-Schutzprodukten der Firma <em>Swiss Harmony</em> in Verbindung steht. Sollte dies Tatsache sein, ist das besagte PDF Bestandteil infamer Schleichwerbung.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75524</link>
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<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 09:16:39 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Phonegate feiert grundlos &quot;historischen Sieg&quot; über Apple/Samsung</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Die französische NGO Phonegate Alert feiert spät einen &quot;<a href="https://phonegatealert.org/en/supreme-court-of-canada-validates-phonegate-class-action-against-apple-and-samsung/">historischen Sieg</a>&quot; über Apple und Samsung vor dem Supreme Court of Canada. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Das höchste Gericht hat im Mai 2025 weder Strahlenwerte bewertet noch Gesundheitsrisiken bestätigt. Es hat schlicht entschieden, sich mit dem Fall nicht zu befassen. Der Rest ist Erzählung.</strong></span><br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Sechs Kläger – und eine potenziell riesige &quot;Klasse&quot;</span></p>
<p>Ausgangspunkt ist eine kanadische Sammelklage (Class action) aus dem Jahr 2019. Eingereicht wurde sie von sechs namentlich bekannten Personen, die als repräsentative Kläger fungieren. Ihr Anspruch: Bestimmte Smartphones von Apple und Samsung würden im Alltagsbetrieb höhere SAR-Werte bewirken als angegeben oder zulässig.</p>
<p>Der eigentliche Clou liegt jedoch im Konstrukt der Sammelklage: Die &quot;Klasse&quot; umfasst potenziell alle Personen in Québec, die seit 2013 entsprechende Geräte genutzt haben. Das können tausende oder auch Millionen sein – exakt beziffert ist diese Gruppe naturgemäß nicht. Und aktiv am Verfahren beteiligt sind weiterhin nur die sechs Kläger.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Was der Supreme Court tatsächlich entschieden hat</span></p>
<p>Phonegate Alert schreibt, der Supreme Court habe die Klage &quot;validiert&quot;. Das klingt nach inhaltlicher Bestätigung. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Apple und Samsung hatten beantragt, dass sich der Supreme Court mit der Sache befasst. <a href="https://decisions.scc-csc.ca/scc-csc/scc-l-csc-a/en/item/21065/index.do?utm_source=chatgpt.com">Dieses Gesuch wurde abgelehnt</a>. Mehr nicht. Das bedeutet:</p>
<p>– Keine Prüfung der Vorwürfe<br />
– Keine Bewertung von SAR-Werten<br />
– Keine Aussage zu Gesundheitsrisiken<br />
– Kein Urteil über Schuld oder Unschuld</p>
<p>Juristisch handelt es sich um einen alltäglichen prozeduralen Schritt: Die Klage bleibt zugelassen und wird vor unteren Instanzen weiterverhandelt.</p>
<p>Bislang ging es nur um die Frage, ob die Sammelklage überhaupt zugelassen wird – und diese Hürde haben die Kläger in zwei Instanzen genommen. Der Supreme Court ließ eine weitere Überprüfung nicht zu. Erst jetzt beginnt das eigentliche Verfahren.</p>
<p><span style="font-size:large;">Phonegate ist gar nicht beteiligt</span></p>
<p>Ein besonders interessanter Punkt: Phonegate Alert ist in dem Verfahren überhaupt keine Partei. Weder die Organisation noch ihr Kopf Marc Arazi tauchen in den offiziellen Gerichtsunterlagen auf. Sie sind:</p>
<p>– keine Kläger<br />
– keine Nebenkläger<br />
– keine Gutachter im Auftrag des Gerichts</p>
<p>Phonegate positioniert sich selbst als Unterstützer und kündigt an, &quot;Beweise&quot; liefern zu wollen. Ob und in welcher Form solche Beiträge tatsächlich Eingang in das Verfahren finden, ist offen. Eine formale Rolle existiert nicht.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Gemeinsame Erzählung, keine gemeinsame Klage</span></p>
<p>Warum passt der Fall dennoch so gut in die Phonegate-Kommunikation? Weil die Argumentationslinie nahezu deckungsgleich ist. Im Kern geht es in beiden Fällen um die These, dass SAR-Messungen unter Laborbedingungen die reale Nutzung unterschätzen. Diese Idee stammt ursprünglich aus französischen Messkampagnen und wurde von Phonegate Alert massiv popularisiert. Die kanadische Klage greift ähnliche Argumente auf – ohne dass eine direkte organisatorische Verbindung nachweisbar wäre. Mit anderen Worten: gleiche Story, unterschiedliche Akteure.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Vom Verfahrensschritt zum &quot;historischen Sieg&quot;</span></p>
<p>Die eigentliche Verzerrung liegt im Framing. Aus der nüchternen Entscheidung &quot;Wir nehmen den Fall nicht an&quot; wird bei Phonegate:</p>
<p>– eine &quot;Validierung&quot;<br />
– ein &quot;historischer Sieg&quot;<br />
– eine angebliche Niederlage der Gerätehersteller</p>
<p>Das ist kommunikativ gerissen, aber juristisch unzutreffend. Solche Ablehnungen sind im kanadischen Rechtssystem nichts Ungewöhnliches und sagen über die Erfolgsaussichten in der Sache praktisch nichts aus.</p>
<p>Die kanadische Sammelklage ist real und wird weiterverhandelt. Der Supreme Court hat sie jedoch weder bestätigt noch inhaltlich bewertet. Phonegate Alert ist nicht beteiligt, nutzt den Fall aber ungeniert zur Stützung der eigenen Erzählung. Kurz gesagt: Die Klage läuft – der &quot;Sieg&quot; existiert nur in der Pressemitteilung.</p>
<p><strong>Verwandter Thread</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=71099">Diagnose-Funk feiert &quot;historischen&quot; Sieg über FCC in den USA</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 18:55:18 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Bluttränen vs. Einspracherecht gegen Mobilfunkstandorte (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Gigaherz-Vorständin Elisabeth Buchs weiß mehr, <a href="https://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=87834#p87834">denn sie war dabei</a>, als heute in Biel die Unterschriften, am Ende sollen es gar 15'000 gewesen sein, einem Mitarbeiter des Bakom übergeben wurden.</p>
</blockquote></blockquote><p>Ach Gott, was sind schon 15'000 Unterschriften bei mehr als 9 Mio. Eidgenossen. Die Anhänger der Resl von Konnersreuth waren weitaus erfolgreicher, sie mobilisierten 40'000 Unterschriften, obwohl Konnersreuth, im bayerischen Landkreis von Tirschenreuth gelegen (Stichwort Bürgerwelle), gerade einmal rd. 1740 Einwohner hat. Beider Sammlungen Anliegen beruhen auf umstrittenen Glaubensfragen. Die schweizerischen Mobilfunkgegner pochen auf ihr Recht, meist sinnlose Einsprachen gegen Mobilfunkstandorte vorbringen zu dürfen, die Anhänger von Resl (Therese) Neumann fordern vom Vatikan die Seligsprechung der 1962 verstorbenen Mystikerin.</p>
<p>Resl Neumann war eine am Karfreitag 1898 geborene Bauernmagd, die als katholische Mystikerin durch ihre angeblichen Stigmata (blutende Wundmale wie bei Jesus Christus) und die ihr nachgesagte jahrelange Nahrungslosigkeit weit über Bayern hinaus bekannt wurde und regelrechte Wallfahrten auslöste. Die Stigmata sowie Blutungen aus den Augen (Bluttränen) zeigten sich ab Februar 1926, was zu einem starken Besucherandrang führte. Teilweise wurden an Karfreitagen, an welchen die Stigmatisierungen besonders deutlich in Erscheinung traten, bis zu 5000 Besucher gezählt. Sie soll auch seit 1926 außer der Kommunion weder gegessen noch getrunken haben. Die Wundmale trug Therese Neumann bis zu ihrem Lebensende. Unter dem anhaltenden Druck der organisierten Anhängerschaft stimmte der Vatikan nach langem Zögern der Eröffnung eines Seligsprechungsverfahrens im Jahr 2005 schließlich zu. Wie in der Mobilfunkdebatte gibt es auch in der Glaubensfrage um die Resl von Konnersreuth leidenschaftliche Fürsprecher und Kritiker. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Therese_Neumann">mehr ...</a></p>
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<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 12:00:41 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Seminar &quot;Emerging Technologies &amp; Health&quot; (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Das internationale Seminar <a href="https://inis.si/seminarji/2026-seminar-en/">Emerging Technologies &amp; Health</a> findet am 27. März 2026 im Hauptsaal A der Slowenischen Handelskammer (GZS), Dimičeva ulica 13, Ljubljana, statt.</p>
</blockquote><p>Mit 120 Teilnehmern war das Seminar <a href="https://seawave-project.eu/inis-workshop-highlights-advances-in-emf-exposure-assessment-and-health-research-in-the-5g-6g-era/">gut besucht</a>.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 17:08:51 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Gesetzgebung in der Schweiz: Kompromiss statt Konfrontation (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Weil es so ist, wie es ist, kann sich Rebekka Meier gegenüber Pascal Sigg auch so verdammt siegessicher geben und flöten: «Soll dieser Entwurf Gesetz werden, werden wir das Referendum ergreifen. Die nötigen Unterschriften hätten wir schnell zusammen.» Dies könnte tatsächlich traurige Wahrheit werden und es ist zu befürchten, dass basisdemokratische Regularien wie das schweizerische Referendum bei einem gezielten Angriff mit technischen Hilfsmitteln in große Not geraten können.</p>
</blockquote><p>Im <a href="https://www.fedlex.admin.ch/filestore/fedlex.data.admin.ch/eli/dl/proj/2025/99/cons_1/doc_1/de/pdf-a/fedlex-data-admin-ch-eli-dl-proj-2025-99-cons_1-doc_1-de-pdf-a.pdf">Änderungsentwurf</a> für das Fernmeldegesetz steht am Schluss: &quot;Dieses Gesetz untersteht dem fakultativen Referendum&quot;. Im politischen System der Schweiz hat dieser Hinweis eine ganz konkrete Bedeutung:</p>
<p>Es heißt: Das Gesetz tritt nicht automatisch endgültig in Kraft, sondern kann von der Bevölkerung noch angefochten werden.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Fakultatives Referendum = optionales Volksveto</span></p>
<p>Nach der Verabschiedung durch das Parlament (Bundesversammlung der Schweiz) beginnt eine Frist.<br />
Innerhalb von 100 Tagen können Bürger ein Referendum verlangen. Dafür braucht es 50'000 gültige Unterschriften (oder acht Kantone, die ein Referendum verlangen). Wenn genügend Unterschriften zusammenkommen, gibt es eine Volksabstimmung. Das Volk entscheidet dann mehrheitlich:<br />
Ja = Gesetz tritt in Kraft<br />
Nein = Gesetz ist gescheitert</p>
<p>Wird kein Referendum ergriffen, tritt das Gesetz nach Ablauf der Frist automatisch in Kraft.</p>
<p>Das Referendum wurde 1874 eingeführt mit genau 50'000 Unterschriften. Damals hatte die Schweiz rund 2,7 Millionen Einwohner. Heute: über 9 Millionen Einwohner. Das bedeutet: Relativ zur Bevölkerung ist die Hürde heute deutlich niedriger als ursprünglich. Versuche, die Schwelle auf 75'000 oder 100'000 anzuheben hat es gegeben, sie sind jedoch alle gescheitert.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Einordnung</span></p>
<p>Das fakultative Referendum ist ein zentrales Instrument der direkten Demokratie in der Schweiz. Es wirkt wie eine &quot;Notbremse&quot; gegen Parlamentsentscheide.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Abgrenzung</span></p>
<p>Im Unterschied dazu steht das obligatorische Referendum: Bei diesem muss immer abgestimmt werden (z.B. bei Verfassungsänderungen), ganz ohne Unterschriftensammlung.</p>
<p>Deutlich schärfer als das Referendum ist eine bundesweite &quot;Volksinitiative&quot; mit dem Ziel einer Verfassungsänderung: Diese müssen innerhalb von 18 Monaten 100'000 Stimmberechtigte unterschreiben. Doch hier reicht die Unterschriftensammlung nicht. Es braucht zusätzlich ein sogenanntes doppeltes Mehr:</p>
<p>Volksmehr: Mehrheit der Stimmen in der Bevölkerung (Volksabstimmung)<br />
Ständemehr: Mehrheit der Kantone stimmt zu</p>
<p>Nur wenn beides erfüllt ist, wird die Verfassung geändert.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Wie oft wird das fakultative Referendum genutzt?</span></p>
<p>Pro Jahr werden im Schnitt fünf bis zehn Referenden ergriffen (starke Schwankungen je nach politischer Lage). Seit Einführung 1874 wurden mehrere hundert fakultative Referenden durchgeführt. Nur ein Teil der verabschiedeten Gesetze wird überhaupt angefochten – viele passieren &quot;stillschweigend&quot;.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Wie häufig hat das Volk Erfolg (gegen das Parlament)?</span></p>
<p>Die Erfolgsquote liegt grob bei 40 Prozent bis 50 Prozent. In etwa jedem zweiten Fall kippt das Volk ein Gesetz der Bundesversammlung der Schweiz. Das ist bemerkenswert häufig und im internationalen Vergleich ein sehr starkes Korrektiv. Aber: Für Referenden, die primär von Bürgerkomitees (ohne starke Parteistrukturen) getragen werden, liegt die Erfolgsquote typischerweise bei nur etwa 20 Prozent bis 30 Prozent.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Politische Wirkung</span></p>
<p>Der eigentliche Effekt liegt weniger in den Abstimmungen selbst, sondern im Vorfeld:</p>
<p>► Regierung und Parlament (Bundesrat (Schweiz) und Bundesversammlung) formulieren Gesetze oft bewusst konsensorientiert, um kein Referendum zu provozieren.<br />
► Interessengruppen (Parteien, Verbände) nutzen die Referendumsdrohung als Druckmittel im Gesetzgebungsprozess.<br />
► Dadurch entsteht der typische schweizerische Politikstil: Kompromiss statt Konfrontation.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Typische Akteure</span></p>
<p>Referenden werden häufig ergriffen von:</p>
<p>► politischen Parteien (links wie rechts),<br />
► Wirtschaftsverbänden,<br />
► Gewerkschaften,<br />
► Bürgerbewegungen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Fazit</span></p>
<p>Das fakultative Referendum ist weniger ein &quot;ständiger Showdown&quot;, sondern eher ein permanentes Drohpotenzial, das den gesamten Gesetzgebungsprozess prägt. Oder zugespitzt: Viele Gesetze sehen deshalb so aus, wie sie aussehen, weil es dieses Instrument gibt.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75520</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75520</guid>
<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 14:55:36 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Rebekka: The show must go on ... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>In der Schweiz hat eine Petition jedoch keinerlei Wirkung, das Parlament muss sie lediglich annehmen, es gibt nicht einmal ein Recht auf eine Antwort. Wenn der Bundesrat eine Antwort gibt, dann nur aus Höflichkeit.</p>
</blockquote><p>Wenn ich mich nicht irre, wurde die infantile Aktion in Biel noch nicht einmal als Petition (Bittschrift) etikettiert, sondern nur als Unterschriftensammlung mit einer Forderung ans Bakom. Die Chancen der Aktivisten, ernsthaft wahrgenommen zu werden, stufte ich ursprünglich als sehr gering ein, aber (noch) nicht mit null. Doch Jakob hat mit seinem <a href="https://www.gigaherz.ch/15160-unterschriften-gegen-die-antennenflut/">jüngsten hanebüchenen Blödsinn</a> auch diese Minimalchance zerbröselt. Er wird mMn für die Szene zunehmend zur Belastung. Denn wer an maßgeblicher Position soll solche abgedrehten Nörgler denn noch ernst nehmen?</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75519</link>
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<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 21:12:17 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Osterhase bringt Konsensbeschluss 2025 des WBF (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der Beschluss des Jahres 2025 aber wurde bis heute nicht veröffentlicht und meine Nachfrage nach dem Verbleib bei dem Vorsitzenden des WBF, Prof. Gerald Haidinger, blieb unbeantwortet.</p>
</blockquote><p>Das österreichische Bundesministerium Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport hat sich eine Überraschung ausgedacht und zu Ostern 2026 den verschollenen Konsensbeschluss 2025 des Wissenschaftlichen Beirats (WBF) doch noch veröffentlicht. Dies geschah in der Karwoche diskret und ohne die bislang übliche begleitende Pressemitteilung, die allerdings in den vergangenen Jahren kaum noch auf Resonanz in der Presse stieß. Dies dürfte daran liegen, dass der WBF seit 2004 Jahr für Jahr den elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks gebetsmühlenartig bescheinigt, aufgrund der aktuell vorliegenden wissenschaftlichen Evidenz gesundheitlich unbedenklich zu sein. Auch der <a href="https://www.bmwkms.gv.at/dam/jcr:d28d0113-25dd-4695-ae63-074046264234/Konsensusbeschluss-2025.pdf">6-seitige Konsensbeschluss für 2025</a>, er stützt sich auf 174 wissenschaftlichen Arbeiten aus dem Zeitraum Juli 2024 bis inklusive Juni 2025, trifft wieder die gleiche Aussage. Wie dem Dokument zu entnehmen ist, wurde das Original bereits am 25. November 2025 verfasst, das jetzt publizierte PDF jedoch mit 127 Tagen Verspätung erst am 1. April 2026 angefertigt.</p>
<p>Schaut man sich die Konsensbeschlüsse des WBF <a href="https://www.bmwkms.gv.at/themen/telekommunikation-post/funk-mobilfunk/mobilfunk-gesundheit/Wissenschaftlicher-Beirat-Funk/expertenforum.html">der letzten Jahre an</a>, wird deutlich, dass diese inhaltlich sehr ähnlich sind und mit geringem Formulierungsaufwand verfasst wurden. Dies birgt das Risiko, dass aktuelle Entwicklungen übersehen werden und z.B. ein Bundesministerium genannt wird, das in der Vergangenheit den WBF beherbergte, aktuell aber nicht mehr die Verantwortung für den Beirat trägt. Da der WBF seit 2020 mehrfach von einem Ministerium zum anderen weitergereicht wurde, lauert hier latent ein Fauxpas. Um diese Tretmine ein- für allemal zu entschärfen, wurde der Konsensbeschluss 2025 optimiert. Das Papier nennt im Kolumnentitel nicht mehr ein konkretes Bundesministerium, sondern bedient sich der universellen Formulierung &quot;WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT FUNK beim für Telekommunikation zuständigen Bundesministerium&quot;.   </p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://www.bmwkms.gv.at/dam/jcr:cd80edf6-d84b-4db2-97d7-e663d3860244/Expertinnen-und-Experten-2025.pdf">Am Konsensbeschluss 2025 mitwirkende Expertinnen und Experten</a><br />
<a href="https://www.bmwkms.gv.at/dam/jcr:3f651f74-084e-4311-8574-c1909f4abcaa/Literaturliste-2025.pdf">Literaturliste 2025</a><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=search&amp;search=WBF">Fußabdruck des WBF im IZgMF-Forum</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75518</link>
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<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 20:30:36 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Rebekka: The show must go on ... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Dabei wäre es zulasten des Showeffekts und zugunsten der Ökologie auch mit viel weniger Kartons und Papier gegangen, im Extremfall sogar komplett papierlos. Nämlich dann, wenn Rebekka dem tapferen Bakom-Mitarbeiter feierlich einen USB-Stick mit den gescannten Unterschriften überreicht hätte.</p>
</blockquote><p>Bei Volksinitiativen oder einem Referendum ist die Übergabe der beglaubigten Unterschriften jeweils eine grosse Sache, da sie den krönenden Abschluss Monate ode gar Jahre langer Arbeit darstellt. Elektronisch ist das noch nicht möglich. </p>
<p>In der Schweiz hat eine Petition jedoch keinerlei Wirkung, das Parlament muss sie lediglich annehmen, es gibt nicht einmal ein Recht auf eine Antwort. Wenn der Bundesrat eine Antwort gibt, dann nur aus Höflichkeit.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75517</link>
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<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 06:10:09 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gustav</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Schwurbeln in Biel und Berlin (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Foto zur Aktion zähle ich 19 Personen, plus Fotograf wären es also gerade mal 20.<br />
Sind wir grosszügig und rechnen 5-10 Personen dazu die nicht aufs Foto wollten oder gerade nicht da waren. Macht max. 30 Personen und damit recht überschaubar.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75516</link>
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<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 06:02:20 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gustav</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Schwurbeln in Biel und Berlin (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der Verein &quot;Schutz vor Strahlung&quot; feiert seine jüngste Aktion <a href="https://schutz-vor-strahlung.ch/news/15160-unterschriften-eingereicht/">jetzt auch selbst</a>.</p>
</blockquote><p>Der 31. März 2025 war der Tag der Schwurbler. In Biel schwurbelten angeblich 50 Mobilfunkgegner, in Berlin waren es angeblich 20'000 Coronaschwurbler. Spiegel-TV mochte sich den Spaß in Berlin nicht entgehen lassen, war an Ort und Stelle und zählte höchstens ein paar hundert Teilnehmer. Mobilfunkgegner und Coronaschwurbler haben in erster Näherung nichts miteinander zu tun, auf den zweiten Blick aber sind die irrationalen Überzeugungssysteme Infizierter doch sehr ähnlich. Die der Mobilfunkgegner kennen wir gut, Überzeugungssysteme der Coronaleugner <a href="https://www.spiegel.de/panorama/corona-leugner-sind-wieder-da-kundgebung-in-berlin-spiegel-tv-a-b7e2dffd-fcc9-4c75-871e-7e3177e82efe">lassen sich hier bestaunen</a>.</p>
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<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 21:38:35 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Rebekka: The show must go on ... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Verein &quot;Schutz vor Strahlung&quot; feiert seine jüngste Aktion <a href="https://schutz-vor-strahlung.ch/news/15160-unterschriften-eingereicht/">jetzt auch selbst</a>. Für mich am lustigsten ist die Bekundung: &quot;<em>... haben wir das Ziel von 10’000 Unterschriften weit übertroffen!</em>&quot; Warum lustig? Nun, wenn man zuvor kein Sterbenswörtchen über das Ziel hat verlauten lassen, dann lässt sich im Nachhinein jede beliebige Zahl als Ziel nennen. Frau Meier hat sich für 10'000 entschieden, ich erkläre 20'000 zum Ziel <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />.</p>
<p>Lustig finde ich auch die <a href="https://schutz-vor-strahlung.ch/site/wp-content/uploads/2026/04/Uebergabe-BAKOM-6.jpg">15 Kartons</a>, mit denen 5G-Rebekka 15'160 Unterschriften beim Bakom abgeliefert haben will. Lustig deshalb, weil dies darauf hindeutet, dass nahezu alle eingereichten Unterschriftsformulare maximal nur zwei Unterschriften tragen, obwohl acht hätten unterschreiben können. In einen der Kartons passen etwa 500 Blatt Papier, macht bei 15 Kartons 7'500 Blätter (15'000 Unterschriften). Dabei wäre es zulasten des Showeffekts und zugunsten der Ökologie auch mit viel weniger Kartons und Papier gegangen, im Extremfall sogar komplett papierlos. Nämlich dann, wenn Rebekka dem tapferen Bakom-Mitarbeiter feierlich einen USB-Stick mit den gescannten Unterschriften überreicht hätte.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 20:43:33 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>EMP-Victims: 4498 Unterstützer (Stand 02.04.2026) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das sind +31 gegenüber dem 05.02.2026.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 17:09:14 +0000</pubDate>
<category>Elektrosensibilität</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>&quot;Stop Finning&quot;: Europäische Kommission spielt auf Zeit (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Brüssel, 31.03.2026 Eine erfolgreiche Europäische Bürgerinitiative ist kein Garant für zupackendes politisches Handeln. Die Organisatoren der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „Stop Finning – Stop the Trade“ haben deshalb beim Europäischen Bürgerbeauftragten eine formelle Beschwerde gegen die Europäische Kommission eingereicht und dabei Verwaltungsmissstände bei der Bearbeitung der Initiative angeführt.</strong></span><br />
 <br />
Die Organisatoren der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „Stop Finning – Stop the Trade“<br />
haben beim Europäischen Bürgerbeauftragten eine formelle Beschwerde gegen die Europäische<br />
Kommission eingereicht und führen dabei Verwaltungsmissstände bei der Bearbeitung der Initiative an, die von mehr als 1,1 Millionen EU-Bürgern unterstützt wird.</p>
<p>Die Beschwerde äußert Bedenken hinsichtlich Verzögerungen und mangelnder Transparenz bei den Folgemaßnahmen der Kommission, auch unter der Verantwortung des Kommissars für Fischerei und Ozeane, Costas Kadis.</p>
<p>Trotz der im Juli 2023 gemachten Zusagen, darunter die Einleitung einer Folgenabschätzung bis<br />
Ende desselben Jahres, sind wichtige Fristen abgelaufen. Ein aktualisierter Zeitplan wurde nicht vorgelegt.</p>
<p>„Mehr als eine Million Europäer haben die EU zum Handeln aufgefordert. Stattdessen stoßen wir auf<br />
Schweigen und Verzögerungen“, sagte Christian Hempel. „Ein abgelaufener Zeitplan ist kein Zeitplan. Wenn die Kommission ihre eigenen Verpflichtungen einfach ignorieren kann, was bedeutet das für die europäische Demokratie?“</p>
<p>Die Beschwerde nennt drei wesentliche Versäumnisse:</p>
<p>● Eine Verletzung der Transparenzpflichten gemäß der EBI-Verordnung, einschließlich der Weigerung, einen überarbeiteten Zeitplan vorzulegen;<br />
● Das Versäumnis, innerhalb eines angemessenen Zeitrahmens zu handeln, was einen Verstoß gegen die EU-Charta der Grundrechte darstellt;<br />
● Ein umfassenderes systemisches Muster, das mehrere erfolgreiche EBI betrifft.</p>
<p>Der Fall „Stop Finning“ ist kein Einzelfall. Andere große Bürgerinitiativen, darunter solche, die<br />
ein Ende der Käfighaltung und ein Verbot der Pelztierhaltung fordern, sahen sich ähnlichen Verzögerungen und mangelnder Weiterverfolgung gegenüber. Zusammen werfen diese Fälle grundlegende Fragen zur Wirksamkeit der EBI als demokratisches Instrument auf, das den Bürgern eine direkte Stimme in der EU-Politik geben soll. Die Organisatoren fordern den Europäischen Bürgerbeauftragten auf, eine Untersuchung einzuleiten und der Kommission zu empfehlen:</p>
<p>● einen klaren und aktualisierten Zeitplan für Maßnahmen vorzulegen;<br />
● öffentlich über die bereits eingegangenen Verpflichtungen zu berichten;<br />
● sicherzustellen, dass künftige EBI zeitnah und transparent bearbeitet werden.</p>
<p>„Hier geht es nicht nur um Haie“, fügte Christian Hempel hinzu. „Es geht darum, ob 1 Million Europäer die EU-Politik mitgestalten können oder ob ihre Stimmen stillschweigend beiseitegeschoben werden können.“</p>
<p>Die Beschwerde kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da die EU-Institutionen einer zunehmenden Kontrolle hinsichtlich Transparenz und demokratischer Rechenschaftspflicht ausgesetzt sind.</p>
<p><span class="underline">Hinweise für Redakteure</span><br />
● Die EBI „Stop Finning – Stop the Trade“ sammelte 1.119.996 gültige Unterschriften<br />
in der gesamten EU.<br />
● Sie fordert ein Verbot des Handels mit abgetrennten Haifischflossen in der EU.<br />
● Die Europäische Kommission antwortete im Juli 2023 und verpflichtete sich, mögliche<br />
Maßnahmen zu prüfen, doch wichtige Fristen wurden seitdem nicht eingehalten.<br />
● Die Europäische Bürgerinitiative ist das wichtigste Instrument der partizipativen<br />
Demokratie in der EU und in Artikel 11 Absatz 4 des Vertrags über die Europäische Union verankert. (<a href="https://thegoodlobby.eu/1-1-million-citizens-left-waiting-stop-finning-files-complaint-against-eu-commission/">Quelle</a>)</p>
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<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 16:12:07 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Rechenzentren: Zwischen hoher Leistungsdichte und Nachhaltigkeit (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Bezahlvorgänge erfolgen sofort, Streams laufen ruckelfrei und KI‑Tools antworten in Sekunden. Unser digitales Leben läuft weltweit in riesigen Rechenzentren zusammen. Immer mehr Datenmengen müssen verarbeitet werden. Aber das hat seinen Preis: Rechenzentren gehören heute zu den großen Energieverbrauchern. Gleichzeitig wachsen Anforderungen an die Energieeffizienz. Wie also kann eine Infrastruktur, die immer mehr leisten muss, gleichzeitig nachhaltiger werden?</p>
<p>Über diese Frage haben wir mit Dr. Ludger Ackermann aus dem Gremium DKE/GK 719 für Rechenzentren gesprochen. Es wird deutlich: Kühlung, Energieversorgung und Standortwahl müssen neu gedacht werden. Dann können Rechenzentren zu einem bedeutenden Baustein in der Wärmewende werden. <a href="https://www.dke.de/de/arbeitsfelder/home-building/rechenzentrum-der-zukunft?utm_medium=e-mail&amp;utm_source=dke-newsletter&amp;utm_campaign=dke%20newsletter%2003-2026">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 14:54:09 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Elektrosensibilität in FRA: Stand 01.04.2026 (Grafik) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>1.4. und somit Zeit aktiv zu werden.</p>
</blockquote><p>
<img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/ok.gif" alt=":ok:" /> </p>
<blockquote><p>1817 selbsternannte Elektrosensibelchen haben sich im schönen Frankreich mittlerweile registriert. 12 mehr als noch Anfangs Januar. Die dunkle Jahreszeit hinterlässt ihre Spuren. </p>
</blockquote><p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026040214040569ce7755e8771.jpg" alt="[image]" width="629" height="377" /></p>
<p>Die Trendlinie habe ich entfernt, weil diese seit dem ungewöhnlichen Einbrechen des Zuwachses auf negative Werte (Abnahme statt Zuwachs) im 1. Quartal 2025 keinen sinnvollen Trend mehr anzeigte. Die Trendkurve schnitt bei einem <span class="underline">zurückliegenden</span> Datum die Nulllinie. Besser gar keine Trendlinie als eine falsche.</p>
<blockquote><p>Hat eigentlich niemnad reklamiert weil ich im Statusbericht vom Januar das Bild nicht mit der Quelle verlinkt habe?</p>
</blockquote><p>Nein, niemand hat reklamiert, den fehlenden Link habe ich gar nicht bemerkt.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75510</link>
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<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 14:14:33 +0000</pubDate>
<category>Elektrosensibilität</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Green-Network-Index</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Die Mobilfunkbranche möchte weltweit umweltverträglicher (grüner) werden. Zwar gibt es in der Branche bereits zahlreiche Indikatoren und Kennzahlen, doch fehlte bislang eine umfassende oder ganzheitliche Messgröße zur Bewertung der ökologischen Nachhaltigkeit. Glaubt man dem Branchenverband GSMA, ist die Lücke inzwischen geschlossen worden.</strong></span><br />
 <br />
GSMA Intelligence hat im vergangenen Jahr den Green-Network-Index (GNI) entwickelt. Darunter ist eine einzige Kennzahl im Wertebereich 0 bis 100 zu verstehen, welche die allgemeine Umweltverträglichkeit eines Mobilfunknetzwerks zusammenfasst und Entwicklungswege visualisieren will.<br />
       <br />
Dieser branchenweit größte Datensatz zur Umweltverträglichkeit beruht zur Zeit auf den Netzwerken von 46 Ländern mit neun Variablen pro Netzwerk – darunter Ressourcen- und Emissionseffizienz, Nutzung erneuerbarer Energien, Netzwerkleistung und Verfügbarkeit. GSMA will damit Netzwerkbetreibern helfen, Entwicklungsbereiche zu identifizieren, Verbesserungen zu messen, Einblicke zu gewinnen und sich an Standardkennzahlen zu orientieren.<br />
 <br />
<a href="https://www.gsmaintelligence.com/green-index"><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026040121103769cd89cdd052b.jpg" alt="[image]" width="760" height="462" /></a><br />
<strong>Karte des Green-Network-Index auf Länderebene</strong>: Je grüner, desto umweltverträglicher<br />
<span style="font-size:smaller;">Bild: GSMA Intelligence</span><br />
 <br />
Der GNI versucht, auf der Grundlage der Variablen eine einzige übergreifende Bewertungszahl zwischen 0 und 100 zu liefern. GSMA Intelligence hat dazu die Daten der letzten zwölf Monate sowohl aus den Angaben der Betreiber als auch aus öffentlichen Quellen zusammengetragen. Die erfassten Netzbetreiber machen 32 Prozent der weltweiten Mobilfunkanschlüsse aus und bedienen weltweit fast 4,2 Milliarden Mobilfunkanschlüsse.<br />
 <br />
Die aktuelle (zweite) GNI-Studie ist die bislang umfassendste Initiative der Branche zur Messung der ökologischen Nachhaltigkeit von Telekommunikationsnetzen. Sie erstreckt sich auf 138 Netze in 46 Ländern und liefert über 2'000 Datenpunkte, um den Fortschritt sowohl auf Betreiber- als auch auf Länderebene zu bewerten.</p>
<p>Das Original der oben gezeigten GNI-Karte auf Länderebene ist <a href="https://www.gsmaintelligence.com/green-index"><span class="underline">hier</span></a> zu sehen. Jedem der momentan 46 teilnehmenden (grün markierten) Länder ist ein GNI-Index zwischen 0 und 100  zugeordnet, je höher der Wert ist, desto umweltverträglicher sind die Mobilfunknetze des Landes. Sichtbar wird dieser Index, sobald der Mauszeiger in das gewünschte Land bewegt wird. Deutschland z.B. hat den Wert 67 erreicht, Frankreich 64, die USA 65 und die Volksrepublik China 61. Die Russische Föderation belegt mit 26 derzeit den letzten Platz.</p>
<p>Ob die GSMA mit dem GNI eine belastbare Kenngröße erschaffen hat oder aber Greenwashing betreibt, ist für Außenstehende nicht erkennbar.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75509</link>
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<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 21:36:51 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Elektrosensibilität in FRA: Stand 01.04.2026 (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>1.4. und somit Zeit aktiv zu werden.<br />
1817 selbsternannte Elektrosensibelchen haben sich im schönen Frankreich mittlerweile registriert. 12 mehr als noch Anfangs Januar. Die dunkle Jahreszeit hinterlässt ihre Spuren. <br />
<a href="https://www.uneterrepourlesehs.org/recensement-ehs/carte-electrohypersensibles"><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026040120481769cd84919efa3.png" alt="[image]" width="760" height="357" /></a></p>
<p>Hat eigentlich niemnad reklamiert weil ich im Statusbericht vom Januar das Bild nicht mit der Quelle verlinkt habe?</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75508</link>
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<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 20:50:22 +0000</pubDate>
<category>Elektrosensibilität</category><dc:creator>hans</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Unterschriften wie Sand am Meer: Schein &amp; Sein (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Gigaherz-Vorständin Elisabeth Buchs weiß mehr, <a href="https://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=87834#p87834">denn sie war dabei</a>, als heute in Biel die Unterschriften, am Ende sollen es gar 15'000 gewesen sein, einem Mitarbeiter des Bakom übergeben wurden. Sie berichtet von einem friedlichen Protestmarsch von ca. 50 Personen mit Plakaten, Trillerpfeifen und Ratschen.</p>
</blockquote><p>Es ist doch immer wieder das Gleiche: Auf dem Papier präsentieren organisierte Mobilfunkgegner scheinbar mühelos <span class="underline">große Zustimmung</span> in Form von beipflichtenden Unterschriften, in Präsenz aber ist ihre Anzahl <span class="underline">verschwindend klein</span>.</p>
<p><span style="font-size:large;">Wie kommt das?</span></p>
<p><strong>Meine Erklärung</strong>: Alle mir bekannten organisierten Mobilfunkgegner sammeln mit großem Eifer und auf unterschiedliche Weise E-Mail-Adressen von Sympathisanten. Ein aktuelles von mehreren Beispielen aus der Hexenküche des Vereins &quot;Schutz vor Strahlung&quot; ist <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75289"><span class="underline">hier</span></a> beschrieben. Die Sammelwut sollte über die Jahre hinweg Adressdaten von tausenden potenziellen Mobilfunkgegnern ergeben. Im Bedarfsfall, wie jetzt bei der Aktion gegen den Entwurf des &quot;Antennenflutgesetzes&quot;, lässt sich dieser Schatz mühelos heben.</p>
<p>Es genügt einen Massenmailer mit der Adressdatenbank zu koppeln und die &quot;lieben Mitstreiter&quot; mit ein paar freundlichen aber drängenden Worten um ihre gütige Teilnahme an einer ehrenwerten Aktion zu bitten. Die Empfänger der E-Mail werden nach allen Regeln der Kunst eingewickelt. Sie haben keine Chance sich ergebnisoffen zu informieren, die meisten werden daher der Aufforderung Folge leisten. Ein Formular im Anhang ist schnell ausgedruckt und unterschrieben, Opa und Oma, Tante und Onkel dürfen auch, wenn sie wollen – und ab geht die Post. Auch schön: Im Gegensatz zu Klopapier lässt sich dieses Verfahren beliebig häufig benutzen, immer dann, wenn Masse vorgetäuscht werden soll, die in Präsenz von der Szene nie und nimmer zu mobilisieren wäre.</p>
<p>Weil es so ist, wie es ist, kann sich Rebekka Meier gegenüber Pascal Sigg auch so verdammt siegessicher geben und flöten: «Soll dieser Entwurf Gesetz werden, werden wir das Referendum ergreifen. Die nötigen Unterschriften hätten wir schnell zusammen.» Dies könnte tatsächlich traurige Wahrheit werden und es ist zu befürchten, dass basisdemokratische Regularien wie das schweizerische Referendum bei einem gezielten Angriff mit technischen Hilfsmitteln in große Not geraten können.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75507</link>
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<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 19:57:48 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Frankreich: Weniger Sendeleistung für Zeichen der Zeit</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Die staatliche französische Funknetzagentur ANFR hat die Sendeleistung des Langwellensenders im zentralfranzösischen Allouis weiter reduziert. Seit dem 31. März 2026 wird das Zeitzeichensignal nur noch mit 675 kW ausgestrahlt statt bisher mit 800 kW.</strong></span><br />
 <br />
Der Standort Émetteur d'Allouis ist kein gewöhnlicher Rundfunksender mehr: Seit dem Ende der France-Inter-Ausstrahlung 2016 dient er ausschließlich der Verbreitung der gesetzlichen Zeit via Funk (&quot;Temps légal français&quot;). Das Signal synchronisiert zahlreiche technische Systeme – von Bahninfrastruktur über Stromnetze bis hin zu öffentlichen Uhren.</p>
<p>Technisch bemerkenswert ist vor allem die Größenordnung: Selbst nach der Reduktion arbeitet der Sender noch im Bereich mehrerer hundert Kilowatt. Zum Vergleich: Ähnliche Zeitzeichensender im Ausland kommen mit deutlich geringerer Leistung aus. Hintergrund der aktuellen Maßnahme ist ein länger laufender Optimierungsprozess. Die Sendeleistung wurde bereits mehrfach schrittweise abgesenkt (von über 1 MW auf zunächst 800 kW), begleitet von Tests, die keine relevanten Empfangsprobleme zeigten. Eine fünfwöchige Testphase im Herbst 2024 ermöglichte die kontinuierliche Übertragung mit 675 kW ohne gemeldete kritische Störungen. Diese Ergebnisse wurden in einer zweiten Phase von Mai bis November 2025 bestätigt, die auch den Austausch eines Sendemastes umfasste.</p>
<p>Eine abschließende technische Validierungsphase, die auf Wunsch der Hauptnutzer zwischen Dezember 2025 und März 2026 durchgeführt wurde, beseitigte endgültig die verbleibenden Bedenken. Es wurden keine kritischen Störungen festgestellt, auch nicht nach einer vorübergehenden Rückkehr zur Nennleistung von 800 kW Ende 2025.</p>
<p>Die Entscheidung zur Sendeleistungsreduktion folgt einem klaren Trend: klassische Hochleistungssender werden zunehmend unter Effizienzgesichtspunkten betrieben oder zurückgebaut. Der Fall Allouis zeigt jedoch auch die Trägheit technischer Infrastrukturen. Obwohl moderne Alternativen (z.B. internetbasierte Zeitdienste) längst verfügbar sind, bleibt ein energieintensives, analoges System in Betrieb – offenbar aus Gründen der Robustheit und Kompatibilität mit bestehender Technik. Damit steht Allouis exemplarisch für ein Spannungsfeld, das auch in anderen Bereichen der Funktechnik sichtbar ist: zwischen historisch gewachsenen Systemen mit hoher Reichweite und neuen, effizienteren, aber weniger universellen Lösungen.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.anfr.fr/liste-actualites/actualite/a-allouis-la-puissance-de-diffusion-du-temps-legal-francais-revue-a-la-baisse">À Allouis, la puissance de diffusion du temps légal français revue à la baisse</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75506</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75506</guid>
<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 18:04:53 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
</channel>
</rss>
