Lennart Hardell: tiefer Kratzer im Lack (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 13.04.2026, 22:31 (vor 31 Tagen) @ H. Lamarr

Zwischen 2023 und 2024 haben Lennart Hardell und seine Co-Autorin Mona Nilsson mit sieben Fallstudien untersucht, ob die Inbetriebnahme von 5G-Basisstationen bei Anwohnern unspezifische gesundheitliche Probleme zur Folge haben. Im Juni 2024 kommen beide in einer zusammenfassenden Review ihrer Fallstudien zu dem Schluss: 5G verursacht das Mikrowellensyndrom, die 5G-Netzverdichtung müsse deshalb gestoppt werden. Dariusz Leszczynski tadelt diesen Befund als "Anfängerfehler" und trifft damit ChatGPT zufolge ins Schwarze.

Es kam, was kommen musste: Einer fühlte sich von Dariusz auf den Schlips getreten.

Alasdair Philips, UK, lässt Leszczynski in dessen Blog u.a. wissen ...:

However, I judge your criticism of Hardell and Nilsson as unfair. There is no way any medical doctor could judge the factors that together caused the cancer or other ill-health in the participants. Epidemiological and ecological studies can never “prove” causality – we are long past the cholera water-pump days – though, interestingly when the public were stopped using the water pump and the epidemic ceased – but we can’t now do “no RF”. Also, now, there are so many novel chemicals in our food, air, water and our clothes and furnishings – many of which may have synergistic effects.

Übersetzung: [...] Ich halte Ihre Kritik an Hardell und Nilsson jedoch für unfair. Kein Arzt könnte die Faktoren beurteilen, die gemeinsam den Krebs oder andere Gesundheitsprobleme bei den Teilnehmern verursacht haben. Epidemiologische und ökologische Studien können niemals einen Kausalzusammenhang „beweisen“ – die Zeiten der Cholera-Wasserpumpen sind längst vorbei –, obwohl es interessant ist, dass die Epidemie aufhörte, als die Öffentlichkeit die Wasserpumpen nicht mehr benutzte – aber wir können heute nicht mehr auf „keine HF“ ausweichen. Außerdem gibt es heute so viele neue Chemikalien in unserer Nahrung, Luft, unserem Wasser sowie in unserer Kleidung und unseren Einrichtungsgegenständen – von denen viele synergistische Wirkungen haben könnten. [...]

Leszczynski entgegnet (übersetzt): Ich halte es nicht für „unfair“, auf Fehler oder Mängel im Studiendesign hinzuweisen. Das Fehlen einer Verblindung ist ein schwerwiegender Fehler. Darüber hinaus scheinen Hardell und Nilsson die These zu vertreten, dass 5G eine Rolle spielt. Sie haben jedoch keinerlei Beweise dafür, was die gesundheitlichen Beschwerden verursacht hat.

Und ich meine: Philips wirft einen Stein in Leszczynskis Garten, erklärt aber mit keiner Silbe warum. Stattdessen erzählt er zusammenhanglos Storys vom Pferd. Anscheind wollte sich Philips nur öffentlich als Verteidiger von Hardell und Nilsson positionieren.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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