Im Auto funkt vor allem das Auto selbst (Technik)

KI, (vor 15 Stunden, 10 Minuten)

Rund 30'100 Messwerte während knapp 42 Stunden Autofahrt zeigen eine
sehr geringe Funkexposition

Das Forum Mobilkommunikation (FMK) hat die Funkexposition während alltäglicher Autofahrten untersucht. Zwischen dem 23. Oktober und dem 20. November 2025 wurden an 15 Tagen über insgesamt knapp 42 Stunden hinweg gemessen. Alle fünf Sekunden zeichnete ein bandselektives Exposimeter einen Messwert auf. Insgesamt kamen so 30'106 Datensätze zusammen.

W-Lan liefert den größten Anteil

Das Messgerät erfasste den Hochfrequenzbereich von 50 MHz bis 6 GHz und war auf dem Beifahrersitz eines Elektroautos platziert. Das Smartphone befand sich in der Mittelkonsole und war über Bluetooth beziehungsweise W-Lan mit dem Fahrzeug verbunden. Es wurde außerdem für Telefonate über die integrierte Freisprecheinrichtung verwendet.

Bei der Auswertung entfielen rund 40 Prozent der gemessenen Funkexposition auf W-Lan. Der Mobilfunk-Downlink von den Basisstationen zum Fahrzeug trug rund 24 Prozent bei, der Uplink des Smartphones zu den Mobilfunkstationen rund 21 Prozent. Der bei 5G besonders relevante Bereich um 3,6 GHz machte lediglich rund acht Prozent der gemessenen Gesamtexposition aus. Damit war bei den untersuchten Fahrten nicht der Mobilfunk von außen die größte einzelne Kategorie, sondern W-Lan im Fahrzeug.

Der höchste Einzelwert kam vom Rundfunksender

Der höchste während der Messkampagne registrierte Wert lag bei rund 130 mW/m². Er wurde beim Rundfunksender Schöckl in der Steiermark gemessen und stammte von Signalen aus dem Bereich Radio und DAB. Damit war Rundfunk für den höchsten Einzelwert verantwortlich – nicht Mobilfunk. Auch dieser Wert lag nach Angaben des FMK deutlich unter den in Österreich anzuwendenden Personenschutzgrenzwerten der OVE-R 23-1.

Median weit unter dem Vergleichswert

Über alle Messungen hinweg lag der Median der gemessenen Funkexposition bei 0,000909 W/m² (0,9 mW/m²). Zum Vergleich nennt das FMK für Mobilfunk im 3,6-GHz-Band einen Grenzwert von 10 W/m². Der Median lag damit rechnerisch rund 11'000-fach darunter. Die Messkampagne bestätigt damit vor allem die Größenordnung der Funkexposition, die auch bei vergleichbaren Messungen des Schweizer Bundesamts für Umwelt (Bafu) beobachtet wurde.

Für die untersuchten Autofahrten lässt sich somit nüchtern festhalten: Die gemessene Funkexposition war sehr niedrig, und den größten Anteil lieferte W-Lan im Fahrzeug – während der höchste einzelne Messwert auf Rundfunk zurückging.

Quelle: FMK-Mobilfunk-Check im Auto: 30.000 Messwerte während 42 Stunden Autofahrt

Hintergrund
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