Masterarbeit: 5G und die "epistemische Ungerechtigkeit" (Forschung)
"Hirschi untersucht, ob das Gegenwissen der Mobilfunkgegner gesellschaftlich marginalisiert wird. Sie interpretiert diese Marginalisierung als mögliche 'epistemic injustice'. Die Arbeit untersucht jedoch nicht systematisch, ob die betreffenden Gegenwissensbestände tatsächlich belastbar sind. Damit bleibt eine zentrale Gegenfrage offen: Werden die Aktivisten zu Unrecht nicht ernst genommen – oder ist ihre geringere Glaubwürdigkeit zumindest teilweise die Folge der Qualität ihrer Behauptungen?"
Diese Formulierung würde ich inzwischen für wesentlich belastbarer halten als meine ursprüngliche Darstellung.
Ja, damit kann auch ich gut leben. Die 19 Mobilfunkgegner, die Hirschi befragt hat, gaben sich ihr gegenüber anscheinend lammfromm als die bedauernswerte marginalisierte Gruppe.
Dabei ist es nicht allein die fachliche Inkompetenz, die das "Wissen" dieser Gruppe weitgehend entbehrlich macht, sondern auch deren Sozialverhalten. Weil diese Behauptung zu abstrakt ist, um von Zaungästen verstanden zu werden, hier ein konkretes Beispiel für den Umgangston, den Szenevertreter im Gigaherz-Forum noch 2010 an den Tag legten (wem das nicht genügt, bitte hier entlang).
Ungehemmtes Pöbeln gepaart mit ausgeprägtem Nichtwissen sind mMn Garanten dafür, das Wissen dieser Gruppe völlig zu Recht von A bis Z zu marginalisieren, wobei ich anerkenne, dass seltene Ausnahmen diese Regel bestätigen.
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –