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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog - Neuer Stolperstein für Franz Adlkofer und Diagnose-Funk</title>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/</link>
<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
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<title>Neuer Stolperstein für Franz Adlkofer und Diagnose-Funk</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Seit der unter Fälschungsverdacht stehenden &quot;Reflex&quot;-Nachfolgestudie Schwarz et al., 2008, galt es als ausgemacht: Fibroblasten reagieren im Reagenzglas empfindlich auf EMF-Exposition, Lymphotyzen hingegen nicht. Wer es nach 2008 noch wagte, mit EMF und Lymphotyzen zu experimentieren musste damit rechnen, von Mobilfunkgegnern verdächtigt zu werden, er suche in der Sahara nach Eisbären.</p>
<p>Szenenwechsel ...</p>
<p>Isabel Wilke verfasste 2018 für Diagnose-Funk eine Review der damals verfügbaren W-Lan-Studien. Das Bundesamt für Strahlenschutz hält diese Review für Kappes, der Stuttgarter Anti-Mobilfunk-Verein aber hält sie für äußerst brisant.</p>
<p><strong>Soweit der Sachstand.</strong></p>
<p>Den neuen Stolperstein für Adlkofer und Diagnose-Funk legte im September 2020 eine italienische Arbeitsgruppe in den Weg mit einer Studie, die den vielsagenden Titel hat: <a href="https://www.mdpi.com/1422-0067/21/19/7069">Human Fibroblasts In Vitro Exposed to 2.45 GHz Continuous and Pulsed Wave Signals: Evaluation of Biological Effects with a Multimethodological Approach</a>.</p>
<p>Ginge es nach dem Ex-Tabaklobbyisten und Diagnose-Funk, müsste mit den vielversprechenden Randbedingungen 2,45 GHz (typische W-Lan-Trägerfrequenz) und Fibroblasten als Zellmaterial ein alarmierendes Ergebnis in trockenen Tüchern sein. Doch der Abstract der Arbeit verkündet das Gegenteil:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Our results suggest that 2.45 GHz radiofrequency fields did not induce significant biological effects at a cellular or molecular level for the evaluated exposure parameters and conditions.</strong></em></span></p>
<p>[<em>Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass 2,45-GHz-Hochfrequenzfelder bei den bewerteten Expositionsparametern und -bedingungen keine signifikanten biologischen Wirkungen auf zellulärer oder molekularer Ebene induzierten.</em>]</p>
<p>Über die &quot;Reflex&quot;-Nachfolgestudie schreiben die Autoren:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Schwarz et al. [...] reported an increased DNA damage in human fibroblast, but not in lymphocytes, exposed to 1.9 GHz (CW; SAR = from 0.05 to 2W/kg) in a dose and time-dependent way due to increased MN frequency based on the formation of acentric fragments and an enhanced comet tail factor.</strong></em></span></p>
<p>[<em>Schwarz et al. [...] berichteten über einen erhöhten DNA-Schaden in menschlichen Fibroblasten, aber nicht in Lymphozyten, die dosis- und zeitabhängig bei 1,9 GHz (CW; SAR = von 0,05 bis 2W/kg) exponiert wurden. Der Befund beruht auf einer erhöhten Mikrokern-Frequenz, die ihrerseits auf die Bildung akzentrischer Fragmente und einen höheren Kometenschweiffaktor zurückgeht.</em>]</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=69685</link>
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<pubDate>Tue, 20 Oct 2020 21:57:45 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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