Gigaset-Mobilteile mit Sendeleistungsregelung (Allgemein)

spatenpauli @, München, Dienstag, 29. Mai 2012, 21:54 (vor 386 Tagen)

Aus dem Web-Werbeprospekt für ein neues Gigaset-Schnurlostelefon:

"Das energiesparende Netzteil des Gigaset SL910A verbraucht weniger Strom3 und schont so die Umwelt. Wie alle Gigaset-Schnurlostelefone reduziert auch dieses Modell die Sendeleistung in Abhängigkeit vom Abstand zur Basisstation. Durch einfache Aktivierung des ECO-Modus lässt sich auch die Sendeleistung der Basisstation um 80 %4 senken. Ein weiteres Plus: Mit dem ECO-Modus Plus wird das Telefon strahlungsfrei5, wenn es im Stand-by-Betrieb ist."

Die schwarz markierte Passage lese ich zum ersten mal in einem Werbeprospekt, "Kuddel" hatte hier im Forum schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass dies so ist. Versuche mit älteren Geräten haben allerdings gezeigt, dass die Sendeleistungsregelung der Mobilteile nur 2-stufig und damit sehr grob ist (4 bis 5 Meter zur Basis halbe Sendeleistung, weiter weg volle Sendeleistung).

In dem Prospekt steht die obige Passage zwar ganz unten am Fuß der Seite, also nicht gerade eben an prominenter Stelle, dennoch möchte ich behaupten, dass die Zeiten endgültig vorbei sind, wo Branchengrößen wie Siemens ihre strahlungsarmen DECTs eher verschämt angeboten haben.

Gigaset-Telefone kamen früher von Siemens. Jetzt kommen sie von der Gigaset Communications GmbH, die von sich selbst sagt, sie sei ein weltweit agierender Hersteller von DECT-Telefonen. Die Gesellschaft sei 2008 aus der Siemens Home and Office Communication Devices entstanden, einer 100-Prozent-Tochter der Siemens AG. Die Gigaset Communications GmbH stehe inzwischen im Alleineigentum der Gigaset AG. Und was Wikipedia über diese AG weiß, die früher Arques hieß, das liest sich stellenweise wie ein Krimi.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Gigaset-Mobilteile mit Sendeleistungsregelung

Kuddel, Donnerstag, 31. Mai 2012, 23:56 (vor 383 Tagen) @ spatenpauli
bearbeitet von Kuddel, Freitag, 01. Juni 2012, 00:11

... Versuche mit älteren Geräten haben allerdings gezeigt, dass die Sendeleistungsregelung der Mobilteile nur 2-stufig und damit sehr grob ist (4 bis 5 Meter zur Basis halbe Sendeleistung, weiter weg volle Sendeleistung).

2-stufig ist richtig, aber nicht "halbe Sendeleistung" für den reduzierten Modus.
Typisch sind es eher 1/5...1/10 der vollen Leistung.

Die Entfernung 4..5 Meter ist recht pessimistisch.
Bei freier Sicht auf die Basis sind es ca 30..50 Meter, innerhalb derer die Leistung herunterschaltet. Im Haus kann man davon ausgehen, daß man im selben Raum mit der Basis und oft auch noch im Nachbarraum mit reduzierter Leistung telefoniert. So ist es zumindest bei den 3 Geräten, die ich selbst diesbezüglich getestet habe.

Da die Leistungsregelung ursprünglich zur Erhöhung der Akkulaufzeit gedacht war, machte eine mehrstufige Version vermutlich wenig Sinn, denn bereits in der reduzierten Stufe beträgt der Stromverbrauch des Senders nur einen Bruchteil dessen, was die übrige Elektronik (Empfänger, Prozessor,Akustik) konsumiert...sprich eine weitere Reduktion bringt nichts, da man sich bereits am ökonomischen Optimum (Minimal-Leistung) befindet.

In dem Prospekt steht die obige Passage zwar ganz unten am Fuß der Seite, also nicht gerade eben an prominenter Stelle, dennoch möchte ich behaupten, dass die Zeiten endgültig vorbei sind, wo Branchengrößen wie Siemens ihre strahlungsarmen DECTs eher verschämt angeboten haben.

Bewirbt man eine "Strahlenreduktion" könnte das leicht als Eingeständnis aufgefasst werden, die "Strahlung" (SAR < 1/20-el eines Mobiltelefons !) hätte ein bedenkliches Maß, denn wozu bewirbt man sonst eine Reduktion ?
Indirekt hätte man mit einer solchen Aussage grundlos Ängste geschürt.

Da ist es sicherer, die Strahlungsreduktion zwar zu haben und nicht zu bewerben, bis ein Konkurrent den ersten Schritt (Werbung mit "Strahlung") gewagt hat und der Hund von der Leine ist.

K

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