Und wie werden "einzelne" ES ausgewählt? (Elektrosensibilität)

wuff @, Samstag, 29. November 2008, 15:39 (vor 1633 Tagen) @ spatenpauli

Ich halte eine vorherige vertiefte medizinische Untersuchung der körperlichen Vorgänge an einzelnen "ES" als Voraussetzung für die Formulierung der Studienhypothesen und für das Studiendesign.


Da beißt sich die Katze doch in den Schwanz. Denn Ihre Voraussetzung setzt voraus, dass ES zuverlässig zu erkennen sind.

Das ist keine zwingende Voraussetzung für ein Forschungsvorhaben. Anderenfalls wäre überhaupt nichts Neues wissenschaftlich erforschbar und erfassbar.

... ist nicht auszuschließen, dass unechte ES (vom Mediziner unbemerkt) die Formulierung von Studienhypothesen/Studiendesign prägen und am Ende doch nur wieder heiße Luft rauskommt.


Vereinzelte unechte dürften das Gesamtbild nicht verändern. Wir nehmen einmal an, dass der Mediziner neben anderem auch noch über eine Urteilfähigkeit und einen gesunden Menschenverstand verfügt. Bei einer, wie ich geschrieben habe, "vertieften medizinischen Untersuchung" sollte eine Täuschung auch nicht so leicht möglich sein.

Wie soll ein Arzt überhaupt bei vertieften medizinischen Untersuchung der körperlichen Vorgänge an einzelnen "ES" denn Ihrer Meinung nach vorgehen, was erwarten Sie?

Mit Befragung und mit dem Versuch, einzelne Symptome zu objektivieren. Die Befragung dient der Erfassung der Einzelsymptome, dem jeweiligen zeitlichen Symptomverlauf bei Befeldung, und - wichtig! - den jeweiligen Emittenten von Feldern, die von Patient zu Patient beträchtlich variieren können. Die Antworten der Befragung können für die Formulierung einer ersten Hypothese (z.B. Stress über die HHN-Achse) zur Art des biologischen und medizinischen Vorgänge beim Patienten. Aufgrund dieser Hypothese wird die Suche nach spezifischen Symptomen vertieft durchgeführt, speziell nach solchen, die sich objektivieren lassen.

Von den geschilderten Symptomen dürften einige direkt oder indirekt objektivierbar sein, d.h. für den Arzt sicht- oder messbar, z.B. der Blutdruck, der Augenfokus usw.

... Woran soll der untersuchende Arzt erkennen, dass er (vielleicht) einen echten ES vor sich hat und keinen unechten?

An der Plausibilität der Antworten, und an möglichen Effekten von Befeldungen.

Irgendein der vertieften Untersuchung vorgeschaltetes Sortierkriterium muss es wohl geben, um, wie Sie schreiben, "einzelne" ES herauszufischen, bei denen dann in die Tiefe gegangen wird.

Es gibt hierfür keinen Schnelltest, der bei allen gleich zuverlässig wirkt.

Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand aus Langeweile alles und jeden vertiefend untersucht, der sich mit der Selbstdiagnose ES im Behandlungszimmer einfindet.

Für das Sammeln von Erkenntnissen vor dem Design einer Studie muss der Arzt nicht jeden genau gleich vertieft untersuchen. Beim einen oder anderen wird er früher abbrechen.

Nur, welches erste Sortierkriterium wäre dies Ihrer Meinung nach, um die mögliche Trefferquote nach oben zu schrauben?

Selbständiges Urteilsvermögen des Arztes. Leider ist dieses ein so rares Gut, dass es gar nicht mehr vorausgesetzt wird.

Wenn Sie als Ergebnis von Zwerenz' Privatstudie einen narrensicheren Schnelltest erwarten, dann quälen Sie sich selbst durch unerfüllbare Hoffnungen, Erwartungen, Träume und Illusionen.


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